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Bayerische Mietervertreter warnen vor CO2-Steuer auf Heizöl | BR24

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Heizen und Sprit sollen teurer werden über eine CO2 Steuer. Das ist die Empfehlung der Wirtschaftsweisen an die Bundesregierung. So soll ein Sparanreiz geschaffen werden, zur Erreichung der Klimaziele. Mietervertreter in Bayern sind alarmiert.

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Bayerische Mietervertreter warnen vor CO2-Steuer auf Heizöl

Heizen und Sprit sollen teurer werden über eine CO2 Steuer. Das ist die Empfehlung der Wirtschaftsweisen an die Bundesregierung. So soll ein Sparanreiz geschaffen werden, zur Erreichung der Klimaziele. Mietervertreter in Bayern sind alarmiert.

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Weil Mieter gar keinen Einfluss darauf haben, wie ihre Wohnung geheizt wird, wären sie besonders betroffen, wenn Heizöl oder Gas durch eine CO2 Steuer deutlich teurer würden.

Landesvorsitzende warnt vor "Klima-Zwei-Klassen-Gesellschaft"

"Zu den hohen Mietkosten in den Ballungsräumen in Bayern wie München und Nürnberg, Augsburg kommt natürlich hinzu, dass so eine Steuer auch wieder direkt bei den Mietern ankommt", sagt Beatrix Zurek. Die bayerische Landesvorsitzende des Deutschen Mieterbundes fürchtet, dass "die Menschen, die jetzt schon sparen müssen, dann im Winter gar nicht mehr heizen". Das würde, so Zurek, "wirklich zu einer Klima-Zwei-Klassen-Gesellschaft" führen.

Vermieter brauchen Anreiz in moderne Heizungen zu investieren

Zurek, die auch dem Münchner Miterverein vorsteht, betont wie wichtig es sei, "dass die CO2-Steuer nicht direkt auf das Heizöl aufgeschlagen wird". Aus ihrer Sicht ist es entscheidend, dass Vermieter Anreize bekommen in sparsame Heizungen zu investieren.

Das fordert auch der Haus- und Grundbesitzerverein. Der will allerdings nicht, dass die CO2 Steuer auf Hauseigentümer umgelegt wird, sondern hofft auf Investitionszuschüsse für moderne Heizungen vom Staat. Sicher sei, dass Heizen und Warmwasser für alle in Deutschland wesentlich teurer würden, wenn die Vorschläge der "Wirtschaftsweisen" umgesetzt würden.

Rudolf Stürzer, der Geschäftsführen von Haus und Grund München sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass alle anderen Varianten letztlich wieder bei den Mietern landen, denn diese kämen auch in den Genuss der Heizkostenersparnis.

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Die Wirtschaftsweisen haben eine CO2-Steuer vorgeschlagen. Für Mieter könnte dann Heizen mit Gas oder Öl empfindlich teurer werden. Einen klimapolitischen Effekt hätte diese Steuer nur, wenn Vermieter sie tragen müssten, so der Münchner Mieterverein.