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Bayerische Landesausstellung freut sich über 20.000 Besucher

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Bayerische Landesausstellung freut sich über 20.000 Besucher

Die Bayerische Landesausstellung über die Wittelsbacher Gründerstädte im Landkreis Aichach-Friedberg hat ihre 20.000ste Eintrittskarte ausgegeben. Wegen Corona mussten die Pläne umgeworfen werden – zur Halbzeit sind die Veranstalter aber zufrieden.

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Ein Ehepaar aus Gundelfingen, nach eigener Aussage Stammgäste der Bayerischen Landesausstellungen, hat die 20.000ste Karte für die diesjährige Landesausstellung "Stadt befreit – Wittelsbacher Gründerstädte" gelöst. Und hat dafür im Gegenzug als kleines Dankeschön vom Haus der Bayerischen Geschichte eine Präsenttüte mit dem Ausstellungskatalog und Eintrittskarten für das Museum in Regensburg erhalten. Werner Stenke erzählt fröhlich, noch heute Früh hätten sie im Radio die Nachricht gehört, dass der oder die 20.000ste Besucher*in erwartet wird und sich gesagt, "wie lustig, da fahren wir heute ja auch hin". Umso mehr freue es sie jetzt, dass sie es getroffen hätte.

Auch die Bayerische Landesausstellung hat den coronabedingten Lockdown zu spüren bekommen, es war nicht sicher, ob sie überhaupt öffnen kann. Doch sie hat mit rund sechs Wochen Verspätung aufgemacht. Zur Halbzeit sind alle hochzufrieden, auch wenn es in diesem besonderen Jahr keine Rekorde geben wird.

Es wird kein Rekordjahr, das war von vornherein klar

20.000 Besucher sind zur Halbzeit einer Landesausstellung nicht überragend viel. In den Vorjahren wurden deutlich mehr Gäste gezählt. Aber es ist kein normales Jahr, betont auch Kurator Peter Wolf. Er ist froh, dass sie überhaupt die Landesausstellung öffnen konnten, wenn auch mit sechs Wochen Verspätung. Er fühlt sich durch die Zahl der Besucher und deren überwiegend positive Rückmeldungen auch bestätigt in der Entscheidung. "Da ist so eine Landesausstellung natürlich besonders interessant, weil viele erkennen, wir können sie nur dieses Jahr sehen."

Denn viele andere Museen hätten mit einem deutlichen Rückgang der Besucherzahlen zu kämpfen, sagt er im BR-Gespräch. "Wir bieten das komplette Programm, das geplant war. Und das merken die Leute und sagen, da kann ich hin und da merke ich fast gar nicht, dass es so ganz anders ist." Abgesehen von zwei Exponaten aus dem Ausland kann die Landesausstellung alle Ausstellungsstücke präsentieren, betont er nicht ohne einen gewissen Stolz.

Zufriedene Besucher sind auch hier die beste Werbung

Der Strom der Besucher ins Wittelsbacher Schloss in Friedberg ist rege; 200 Menschen dürfen sich maximal gleichzeitig in den Ausstellungsräumen aufhalten. Die meisten Gäste, sagt Wolf, seien "sehr angetan" von der Ausstellung und würden deshalb auch dafür werben. Schon dadurch rechnet er mit einem stetig steigenden Zuspruch. Aber es hätten sich für den Herbst schon heute etliche Gruppen angemeldet. Außerdem rechnet das Haus der Bayerischen Geschichte damit, dass es im September mit Schulbeginn auch das museums-pädagogische Konzept umsetzen und viele Schulklassen in den Räumen in Friedberg und Aichach begrüßen kann.

Landesausstellung färbt auf Tourismusregion Wittelsbacher Land ab

Auch der gastgebende Landkreis Aichach-Friedberg ist nach einem ersten coronabedingten Dämpfer mittlerweile zufrieden mit dem Verlauf der Landesausstellung. Das Rahmenprogramm habe man zwar kräftig umbauen und größere Veranstaltungen streichen müssen, bedauert der Sprecher des Landratsamtes, Wolfgang Müller. Aber jetzt würden vor allem die Führungen, Vorträge und die Ferienangebote wie die mittelalterliche Ministadt gut nachgefragt. Auch die mit der Landesaustellung verbundene Hoffnung, mehr Gäste von außerhalb ins Wittelsbacher Land zu locken, um die Gegend als Tourismusdestination zu etablieren, erfülle sich zunehmend. So sei das Angebot der für Besucher der Landesausstellung kostenlosen E-Bikes fast immer ausgebucht.

Und auch in den Städten sei deutlich mehr los, als normalerweise. Die Bayerische Landesausstellung im Wittelsbacher Schloss in Friedberg und im FeuerHaus in Aichach läuft noch bis zum 8. November.