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Bayerische Justizmedaille geht an vier Tschechen
© BR-Studio Franken/Carlo Schindhelm

Autoren

Heiner Gremer
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Bayerische Justizmedaille geht an vier Tschechen

Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) hat heute in Bamberg die Medaille für Verdienste um die Bayerische Justiz an vier Vertreter aus Tschechien und an eine Deutsche überreicht. Hintergrund ist, dass tschechische und bayerische Justizbehörden seit Jahren eng bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität zusammenarbeiten. Besonders bei der Bekämpfung des internationalen Drogenhandels sei die Kooperation wichtig, so das Ministerium in einer Presseerklärung.

Kriminalität in Tschechien

Es gehe aber auch um die Verfolgung osteuropäischer Banden, die sich auf den Diebstahl von Fahrzeugen spezialisiert haben. So konnten Transportwege von Bayern durch die Tschechische Republik weiter nach Osteuropa aufgedeckt, die Täter festgenommen und weitere Taten verhindert werden. Dank der Zusammenarbeit könnten die Straftäter nicht mehr einfach im jeweiligen Nachbarland untertauchen und sich dort sicher fühlen, heißt es weiter.

Die grenzüberschreitende Fahndung und Auslieferungen binnen weniger Tage zwischen Bayern und Tschechien seien inzwischen tägliches Geschäft der Justizbehörden beider Länder. Diese hervorragende Zusammenarbeit wurde nun mit der Verleihung der Justizmedaille gewürdigt.

Preisträger der Bayerischen Justizmedaille

Die Preisträger sind die Leiterin der Oberen Staatsanwaltschaft Prag Lenka Bradáčová, der Richter am Stadtgericht Prag Michal Fridrich, der Brigadegeneral der tschechischen Polizei Jakub Frydrych, der Oberste Staatsanwalt der Tschechischen Republik Pavel Zeman und die Verfahrensbeiständin Ursula Baur-Alletsee aus Veitshöchheim.