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2020 haben die bayerischen Jugendämter weniger Minderjährige in Obhut genommen als noch im Jahr zuvor.

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    Bayerische Jugendämter nahmen 2020 weniger Kinder in Obhut

    Im Coronajahr 2020 haben die Jugendämter in Bayern weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als noch im Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder waren Jungen. Warum die offiziellen Zahlen zurückgingen, ist unklar.

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    Von
    • Eleonore Birkenstock

    Im vergangenen Jahr haben die bayerischen Jugendämter 3.342 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, waren es damit 413 weniger als im Jahr 2019. Das entspricht einem Minus von elf Prozent.

    Jugendämter greifen ein, wenn Eltern überfordert sind

    Bei den erfassten Fällen geht es um vorläufige Schutzmaßnahmen, in denen das Jugendamt Minderjährige in einer Notsituation vorläufig aufnimmt und unterbringt. Nach Angaben des Landesamts war der häufigste Anlass für diese Maßnahmen die Überforderung der Eltern oder eines Elternteiles.

    Mehr Jungen in Obhut genommen

    Bei mehr als der Hälfte (53 Prozent) der Minderjährigen handelte es sich um Jungen. Die Gründe, warum im vergangenen Jahr weniger Kinder in Obhut genommen wurden als im Jahr zuvor, kann die Statistikbehörde nicht benennen.

    Es wurde vermutet, dass Kindeswohlgefährdungen während der Pandemie stark zugenommen haben. Die Zahlen belegen dies bisher zwar nicht, allerdings gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

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