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Der Vorstand der bayerischen Grünen hat sich getroffen und über die Zukunft ihrer Politik gesprochen. Die Ansage ist klar: Es soll eine grüne Kanzlerin geben und die bayerischen Grünen wollen ihre Bundestagsmandate verdoppeln.

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Bayerische Grüne wollen Zahl ihrer Bundestagsmandate verdoppeln

Die neue Doppelspitze der Grünen in Bayern, Eva Lettenbauer und Thomas von Sarnowski, macht im Bundestagswahlkampf eine klare Kampfansage an die CSU. Vor allem im Bereich nachhaltige Wirtschaft wollen die Grünen punkten.

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Von
  • Julian Loewis of Menar

Ihren ersten gemeinsamen Auftritt nutzt das Führungs-Duo der Grünen, um die Richtung für die Bundestagswahl im September vorzugeben. Dabei setzt die Partei in Bayern auf die Strahlkraft von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und verfolgt neben dem grünen Markenkern auch klassische sozialdemokratische Ansätze.

Wirtschaft: sozial und klimaneutral

Die Wirtschaftspolitik soll nachhaltig und sozial gerecht sein. Dabei formulieren die Grünen bewusst ambitionierte Ziele, wie eine eigene mittelfristige Wasserstoff-Strategie für Schwerlastverkehr, industrielle Prozesse und den Flugverkehr.

Gleichzeitig soll die Wirtschaft auch gerechter werden, die sogenannte Gender-Pay-Gap soll verschwinden: gleiche Löhne für Männer und Frauen – Lettenbauer fordert dazu ein eigenes Entgeltgleichheitsgesetz. Außerdem will sie ein Gründerinnenzentrum aufbauen, um Frauen den Weg in Führungspositionen zu erleichtern.

"Die Grünen 20er-Jahre"

Von einem grünen Jahrzehnt spricht Co-Chef Sarnowski, der seit einigen Wochen an der Seite von Eva Lettenbauer die neue Spitze der bayerischen Grünen bildet. Die Grünen 20er-Jahre sollen nun kommen, mit viel erneuerbarer Energie und einer Mobilitätswende. Die Windkraft soll möglichst schnell ausgebaut werden, dafür müsse die sogenannte 10-H-Regel sofort weg. Statt Straßen soll der öffentliche Personenverkehr gefördert werden, insbesondere auf dem Land.

Und die grüne Landesspitze hat sich selbst zur Bundestagswahl ehrgeizige Ziele gesetzt: Die Mitgliederzahl soll bis dahin auf 20.000 steigen, zurzeit gibt es 18.700 Grüne in Bayern – seit der Kür von Baerbock als Kanzlerkandidatin gab es 1.000 Neueintritte. Und die Zahl ihrer Bundestagsmandate wollen die Grünen in Bayern im Herbst mehr als verdoppeln.

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