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Mit Blaulicht und Martinshorn war ein Rettungswagen in Bayerisch Gmain an Silvester unterwegs, als er mit einem Pkw zusammenstieß und abrutschte.

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    Bayerisch Gmain: Schwerverletzte bei Unfall mit Rettungswagen

    Vier zum Teil schwer Verletzte hat der Zusammenstoß eines Pkw mit einem Rettungswagen in Bayerisch Gmain (Landkreis Berchtesgadener Land) gefordert. Die ebenfalls verletzten Sanitäter waren mit Blaulicht und Martinshorn im Einsatz.

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    Von
    • Christoph Dicke

    Ein Pkw ist am Silvestertag im Berchtesgadener Land mit einem Rettungswagen zusammengestoßen. Vier Menschen wurden bei dem Unfall in Bayerisch Gmain zum Teil schwer verletzt. Darunter ist auch die Besatzung des Rettungswagens.

    Krankenwagen stürzte in Bachbett

    Der Krankenwagen fuhr gegen 9:45 Uhr auf der B20 mit Blaulicht und Martinshorn Richtung Berchtesgaden, als ein 83-jähriger Berchtesgadener mit seinem Mercedes A-Klasse in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Der Rentner wollte vor Bayerisch Gmain nach links in die Hohenfriedstraße abbiegen. Hierbei übersah er jedoch den entgegenkommenden Rettungswagen, wodurch es zum Frontalzusammenstoß beider Fahrzeuge kam. Daraufhin durchbrach der Rettungswagen die Leitplanke und stürzte etwa fünf Meter tief in ein Bachbett. Der Pkw kam am Fahrbahnrand zum Stillstand.

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    Fünf Meter tief in eine Bachbett stürzte der Krankenwagen nach dem Zusammenprall.

    Drei Schwerverletzte

    Der Pkw-Fahrer und seine 85-jährige Ehefrau, die neben ihm im Auto saß, wurden schwer verletzt. Die Frau war durch die Wucht des Aufpralls eingeklemmt worden und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Bayerisch Gmain aus dem Pkw befreit werden. Sie und ihr Ehemann wurden in Salzburger Krankenhäuser geflogen.

    Die 35-jährige Fahrerin des Rettungswagens wurde nur leicht verletzt. Sie kam ins Klinikum Bad Reichenhall. Ihr 43-jähriger Beifahrer erlitt jedoch schwerere Verletzungen. Er wurde ebenfalls in ein Salzburger Krankenhaus gebracht.

    Strafverfahren eingeleitet

    Wegen der aufwändigen Bergungsarbeiten musste die B20 zeitweise komplett gesperrt werden. Es kam zu längeren Staus in beiden Richtungen. Ein Unfallgutachter wurde eingeschaltet, der vor Ort die Spuren sicherte.

    Gegen den Unfallverursacher wurde bereits ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen sowie der Leitplanke wird auf mindestens 80.000 Euro geschätzt.

    (unter Verwendung von dpa und Polizeibericht)

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