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Baustelle an Kreisstraße: Umwege für Pendler | BR24

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Die Straße zwischen Güntersleben und Veitshöchheim ist ab heute voll gesperrt.

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    Baustelle an Kreisstraße: Umwege für Pendler

    Die Straße zwischen Güntersleben und Veitshöchheim ist ab heute voll gesperrt. Für Pendler bedeutet das einen kilometerlangen Umweg. Die Vollsperrung hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt.

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    Von
    • Carolin Hasenauer
    • Christiane Scherm

    Ab 10 Uhr rollen hier die Bagger an: Auf der Kreisstraße zwischen Veitshöchheim und dem Ortsteil Gadheim im Landkreis Würzburg beginnen heute die Bauarbeiten. Die Straße wird verstärkt und verbreitert, "um so den auftretenden Verkehrsbelastungen künftig standhalten zu können", heißt es vom Staatlichen Bauamt Würzburg. Weil die Straße nicht breit genug ist und wegen der anstehenden Bauabläufe, ist es nicht möglich, sie nur halbseitig zu sperren.

    Kreisverkehr an der Abzweigung nach Oberdürrbach

    Neben der Straße W3 zwischen Veitshöchheim und Gadheim ist auch die Straße WÜ21 bis zur Stadtgrenze von Würzburg betroffen. An der Abzweigung Richtung Oberdürrbach entsteht außerdem ein Kreisverkehr. Damit soll ein Unfallschwerpunkt entschärft werden. Das Gewerbegebiet Veitshöchheim ist dann in Zukunft auch über diesen Kreisverkehr zu erreichen. In dem Bereich werden darüber hinaus Fernwasserleitungen umverlegt.

    Neuer Dorfplatz für Gadheim

    Auch die Ortsdurchfahrt von Gadheim wird ausgebaut, der Dorfplatz umgestaltet, und an beiden Ortseingängen entstehen sogenannte Fahrbahn-Teiler. In die Erneuerung der Kreisstraßen investiert der Landkreis Würzburg rund vier Millionen Euro. Darin sind auch Fördergelder vom Freistaat Bayern enthalten.

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    Die Baustelle in der Nähe von Würzburg.

    Kritik: Kilometerlange Umleitung für Autofahrer

    Die Umleitung erfolgt über die B27 bis nach Würzburg, über die Staatsstraße 2294 in die Lindleinsmühle und über Versbach bis nach Rimpar. Für den Busverkehr und für den Rettungsdienst gibt es eine Umfahrung mit einer Schranke. Weil die Umleitung vor allem für Pendler zwischen Veitshöchheim und Güntersleben oder Pendler Richtung A7 einen kilometerlangen und zeitaufwändigen Umweg bedeutet, hatte die Baustelle schon im Vorfeld für Kritik gesorgt. Das Staatliche Bauamt kalkuliert neun Monate Dauer ein. Bürger hatten sogar eine Online-Petition gegen die Vollsperrung gestartet, die knapp 2.400 Menschen unterzeichnet hatten.

    Kritik: EU-Mittelpunkt abgeschnitten

    Weiterer Kritikpunkt aus der Bevölkerung: Gadheim ist seit gut einem Jahr der neue Mittelpunkt der Europäischen Union. Wegen der Corona-Pandemie konnten bislang kaum Touristen in das 80 Einwohner-Dorf kommen. Durch die Baustelle ist der Ort dann auch schlechter für Reisebusse zu erreichen.

    Landrat Eberth: "Bauzeit immerhin um einen Monat verkürzt"

    Der Würzburger Landrat Thomas Eberth (CSU) freut sich, dass die Bau-Maßnahme nun beginnen kann. Sie sei schon lange beschlossen und notwendig. "Den Verantwortlichen ist bewusst, dass die Vollsperrung für rund neun Monate einen Kraftakt für die betroffene Region bedeutet. Die Bürgerinnen und Bürger können jedoch sicher sein, dass wir alles dafür tun, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. So konnten wir beispielsweise die Bauzeit optimieren und rechnen aktuell mit einer Fertigstellung nach neun, statt bisher zehn Monaten", so Eberth.

    Bürgermeister Götz: "Geisberg wird durch Kreisverkehr entlastet"

    Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz (CSU) spricht sich ebenfalls für die Maßnahme aus: "Mit der Bau-Maßnahme legen wir den Grundstein für eine verbesserte Verbindung zwischen Gadheim und Veitshöchheim auf Jahrzehnte hinaus. Ein weiterer Vorteil liegt in der künftigen Entlastung des Geisbergs, da das Gewerbegebiet durch den neuen Kreisel auch rückwärtig erschlossen wird."

    Bau-Maßnahme wegen Corona um ein Jahr verschoben

    Die Bauarbeiten zwischen Veitshöchheim und Gadheim hätten schon im März vergangenen Jahres starten sollen, wurden aber wegen Corona verschoben. Die gesundheitliche Versorgung stehe vor der Durchführung der Bauarbeiten, hieß es damals. Das Landratsamt wollte Behinderungen auf den Straßen vermeiden.

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