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Baumfällarbeiten am Erlanger Berg gehen weiter | BR24

© BR/Frank Strerath

Protest gegen Baumfällungen auf dem Bergkirchweih-Gelände in Erlangen

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    Baumfällarbeiten am Erlanger Berg gehen weiter

    Weder ein zweites Gutachten noch Hilfsangebote des Bund Naturschutz können die Baumfällarbeiten am traditionsreichen Erlanger Berg aufhalten. In dieser Woche haben Mitarbeiter des Betriebs für Stadtgrün zusammen mit einer Spezialfirma Bäume gekappt.

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    Nach mehreren Gutachten und einem Zugtest hatte die Stadt entschieden, von 50 untersuchten Bäumen 25 zu fällen. Auch ein Gegengutachten für zwei Bäume eines Keller-Pächters konnte dies nicht verhindern. Aber die eigentliche Fällung dieser Bäume wurde auf Oktober verschoben, vorerst wurde nur die Krone ausgedünnt. Doch die Bäume sind nach Ansicht der Stadt nicht mehr zu retten. Das liegt vor allem am Pilzbefall der Wurzeln.

    "Der Befund des Brandkrustenpilzes alleine genügt schon, dass eine Linde in einer solchen Verkehrssituation gefällt werden muss. Er gehört zu einer der gefährlichsten, am schnellsten das Holz zerstörenden Pilze." Christoph Kintopp, Leiter der Abteilung Stadtgrün

    Stadt will im Herbst neue Bäume pflanzen

    Auch ein Angebot des Bund Naturschutz, der für die beiden Bäume "engmaschige Sichtkontrollen" und eine Art Patenschaft angeboten hatte, schlägt die Stadt aus. "Das haben unsere Juristen geprüft – einen kranken Baum dürfen wir aus Gründen der Verkehrssicherheit gar nicht in die Obhut von Dritten geben", so Kintopp. Außerdem sei die Stadt trotzdem in der Verantwortung. Deswegen müssten nach zehn Jahren nun wieder Bäume im Bergkirchweihgebiet gefällt werden. Dafür würden aber neue Bäume – junge und ältere – im Herbst wieder aufgeforstet.

    Kürzlich hatte sich der Bund Naturschutz in den Streit eingeschaltet und die Baumfällungen als unnötig kritisiert.