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Zeppelintribüne in Nürnberg

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    Baumaßnahmen sollen 73 Millionen Euro kosten

    Rund 73 Millionen Euro soll die bauliche Sicherung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfeldes auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg kosten. Das gab das Hochbauamt der Stadt Nürnberg heute bekannt.

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    Rund 60 Prozent der Bausumme entfallen auf die Zeppelintribüne und etwa 40 Prozent auf das Zeppelinfeld.

    "Optische Modernisierung“ wird vermieden

    Um die Kosten möglichst genau zu ermitteln, waren ausgewählte Musterflächen saniert worden. Finanziert wurde dieser Test durch die Stadt Nürnberg. Den dicksten Brocken an den Gesamtkosten machen mit fast 20 Millionen Euro die Steinmetzarbeiten aus. Entgegen ursprünglicher Prognosen kann an der Fassade der größte Teil der Originalplatten erhalten werden. Gleiches gilt für die Stufenanlagen. Somit, so das Hochbauamt, könne eine "optische Modernisierung“ der Anlage vermieden werden.

    Wallanlage wird verstärkt

    Bei der Wallanlage, die das Zeppelinfeld mit den Türmen an drei Seiten umschließt, konnte durch Belastungsversuche die Standsicherheit nachgewiesen werden. Somit können sie Besuchergruppen weiterhin nutzen. Allerdings wird der Wall während der Sanierungsarbeiten verstärkt.

    Vor Regenwasser schützen

    Im Inneren der Tribüne und der Türme werden nur notwendige statische Sicherungen vorgenommen. Ein Problem stellt hier noch die hohe Feuchtigkeit dar. Durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung soll die Konstruktion langsam wieder abtrocknen. Wichtig sei nun, so das Hochamt, das Mauerwerk gegen eindringendes Regenwasser von oben abzudichten.

    Treppenhaus erstmals begehbar

    Erstmals seit den 1960er Jahren sollen Besucher die Möglichkeit haben, ein Treppenhaus der Tribüne zu begehen. Dazu ist eine Überdachung notwendig. Um die Rahmenbedingungen dafür zu testen, steht bis 2017 auf der ehemaligen Pfeilergalerie noch ein provisorisches Gerüstdach.