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Wolf

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    Bauernverband: Leitfaden zum Verhalten nach einem Wolfsriss

    Weil es in der Region zuletzt mehrfach zu Wolfsrissen kam, informiert der Kreis-Bauernverband wie Nutztierhalter nach einem Riss am besten vorgehen. Dazu gibt der örtliche Kreisverband nun einen Leitfaden auf seiner Website heraus.

    Von
    Theresa MomsenTheresa Momsen
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    Nach einem Wolfsriss wüssten viele Tierhalter in einer so emotionalen Situation nicht, an wen sie sich zuerst wenden sollen, sagt der Bauernverband in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Deshalb will er nun einen Leitfaden auf seiner Homepage herausgeben. Denn nach einem Riss sei es wichtig, schnell zu handeln, um einen sicheren Nachweis über den Verursacher zu erhalten.

    Was tun nach einem Wolfsriss?

    Zum Beispiel sollten Tierhalter nach bei einem Wolfsverdacht Fotos machen, bei Regen oder Schnee die toten Tiere schnell abdecken und unmittelbar das Landesamt für Umwelt (LfU) kontaktieren. Falls die Behörde außerhalb der Dienstzeiten nicht erreichbar sei, könne auch die Polizei verständigt werden.

    Leichterer Kontakt zu Tierärzten

    Im Leitfaden wird es auch eine Liste von Tierärzten geben, die schnell vor Ort sein können. Außerdem vermittelt der Bauernverband neben der regulären Genprobe des LfU auf Wunsch eine zweite Untersuchung durch ein Fachlabor. Außerdem ist der Kreisverband derzeit auf der Suche nach ehrenamtlichen Rissbegleitern, die nach einer Schulung eigenständig Proben nehmen dürfen.

    Staatliche Maßnahmen für Herdenschutz

    Die Genanalysen des (LfU) haben nun bestätigt, dass die Nutztier-Risse im Berchtesgadener Land und im Kreis Traunstein Ende Oktober und Anfang November von demselben männlichen Wolf stammen.

    Damit sind laut Bauernverband nun auch die Berchtesgadener Gemeinden Anger, Aniring, Bayerisch Gmain, Piding, Teisendorf und die Stadt Bad Reichenhall in die "Förderkulisse Zaun" und die "Förderkulisse Herdenschutzhund" aufgenommen worden. Dort ansässige Tierhalter sind seitdem berechtigt, staatlich geförderte Maßnahmen für den Herdenschutz zu erhalten.

    Bereits im Frühjahr 2021 waren die Trauntsteiner Gemeinden Reit im Winkl, Marquartstein, Staudach-Egerndach, Schleching, Unterwössen, Ruhpolding, Bergen, Grabenstätt, Siegsdorf, Surberg, Traunstein und Vachendorf in die Förderung aufgenommen worden.

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