BR24 Logo
BR24 Logo
Corona und Schule

Bauernverband erwartet unterdurchschnittliche Ernte | BR24

© BR

Bei einem Pressegespräch hat der Bayerische Bauernverband in Unterfranken über die Erntesituation und die Marktlage berichtet. Insgesamt erwartet der Verband eine unterdurchschnittliche Ernte für Unterfranken.

5
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bauernverband erwartet unterdurchschnittliche Ernte

Bei einem Pressegespräch hat der Bayerische Bauernverband in Unterfranken über die aktuelle Erntesituation und die Marktlage berichtet. Insgesamt erwartet der Verband eine deutlich geringere Ernte für Unterfranken.

5
Per Mail sharen

Man sei zwar einigermaßen zufrieden und "mit einem blauen Auge davon gekommen", so Stefan Köhler, der Präsident des Bezirksverbands Unterfranken des Bayerischen Bauernverbands (BBV) – aber vor allem Wintergerste und Raps hätten unter der Bodentrockenheit im Frühjahr und den Eisheiligen Anfang Mai sehr gelitten. Bei den beiden Futter-Getreidesorten rechnet der Verband mit Ausfällen zwischen 30 und 80 Prozent.

Ein Problem, das alle Landwirte in Unterfranken getroffen hat - im Norden mehr, im Süden weniger. Gut für die Ernteprognose ist, dass die sengende Hitze im Mai ausgeblieben ist. Im vergangenen Jahr waren die Temperaturen auf über 30 Grad gestiegen.

Preise für "Pommes-Kartoffeln" eingebrochen

Der Winterweizen ist mit über 70.000 Hektar die meist verbreitete Getreideart in Unterfranken, auch hier rechnen die Landwirte mit einer unterdurchschnittlichen Ernte. "Die mangelnden Niederschläge werden sich auch im Ertrag widerspiegeln", so Köhler.

Die Landwirte deutschlandweit, aber auch hier bei uns, hat die Corona-Krise stark getroffen. So sind etwa die Preise für Pommes-Kartoffeln ganz massiv eingebrochen. Der Grund: Volksfeste und Stadionbesuche mussten ausfallen, das heißt, es wurden weniger Pommes frites verkauft. Ein Problem nicht nur für die Verkäufer, sondern auch für die Landwirte, die ihre Kartoffeln nicht loswurden und, so vermutet der Verband, noch bis Jahresende auf ihren Beständen sitzen.

Zu Lieferengpässen für Lebensmitteln wird es aber trotz der unterdurchschnittlichen Ernte nicht kommen, so Köhler. Dinkel für Brot und Sommergerste für Bier werden für die Produktion ausreichen.

© BR/Carolin Hasenauer

Verschieden große Getreideähren

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!