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Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes
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Stephanie Probst
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Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes

Bauern hätten ein großes Interesse daran, die Artenvielfalt in Bayern zu schützen – das Volksbegehren sei aber der falsche Weg, erklärt Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbands. Seiner Meinung nach würden die Initiatoren des Volksbegehrens die Naturschutzleistungen der Bauern verschweigen und sie "mit einseitigen Vorwürfen und Forderungen überziehen". Durch das Volksbegehren werde die Landwirtschaft nicht unterstützt, sondern durch die geplanten Regelungen würden die förderrechtlichen Grundlagen für den finanziellen Ausgleich wegfallen, so Heidl.

Mehr Ökolandbau braucht mehr Nachfrage der Verbraucher

Besonders die vom Volksbegehren geplante Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 bis 30 Prozent kritisiert der Bauernpräsident: Statt per Gesetz einen Ökoflächenanteil zu verordnen, müsse erreicht werden, dass die Verbraucher beim Einkaufen von Bio-Produkten auf die Herkunft achten. Die Nachfrage müsse erst nachziehen, bevor der Ökolandbau ausgebaut werden kann. Insgesamt schade das Volksbegehren den Bauern und somit auch dem Umwelt- und Naturschutz in Bayern.

Zusammenarbeit beim Thema Blühwiesen

Heidl bietet in dem offenen Brief den Initiatoren des Volksbegehrens außerdem eine Zusammenarbeit an, um sich für mehr Blühflächen auf den Äckern einzusetzen.

Heidl ist mit seiner Kritik am Volksbegehren nicht allein. Viele Bauern sehen es ähnlich, und der unterfränkische Bezirkspräsident des Bauernverbandes, Stefan Köhler, sprach sich am heutigen Mittwoch in ähnlicher Weise gegen das Volksbegehren aus.