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Bauern wegen Gülleverordnung in der Klemme | BR24

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Wegen der seit 2017 geltenden Düngeverordnung brauchen die meisten Landwirte größere Güllegruben. Doch während die eine Verordnung den Bau quasi vorschreibt, verhindern neue Bauvorschriften, dass gebaut werden kann.

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Bauern wegen Gülleverordnung in der Klemme

Wegen der seit 2017 geltenden Düngeverordnung brauchen die meisten Landwirte größere Güllegruben. Doch während die eine Verordnung den Bau quasi vorschreibt, verhindern neue Bauvorschriften, dass gebaut werden kann.

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Seit 2017 gilt die derzeitige Düngeverordnung, wonach Landwirte die in den Ställen anfallende Gülle mindestens sechs Monate lagern können müssen. Betriebe mit besonders vielen Tieren sogar neun Monate. Viele Landwirte sind daher gezwungen, eine größere Güllegrube zu bauen.

"Alles, was uns der Gesetzgeber aufdrückt, müssen wir natürlich einhalten und auf der anderen Seite, wenn man es dann genehmigen lässt, dann hat man das Gefühl, denen wäre lieber, wir hätten's nicht gebaut und wir hätten mit der Landwirtschaft aufgehört." Peter Kloo, Landwirt Niederaudorf Lkr. Rosenheim

Landratsämter erteilen keine Genehmigungen mehr

Güllegruben müssen jetzt mit Plastikfolien ummantelt und mit Sicherungen gegen mögliches Auslaufen ausgestattet werden. Doch welche Materialien dazu verwendet werden dürfen, ist nicht eindeutig geklärt. Auch wie die Folien am Beton befestigt werden sollen, stellt die Grubenbauer vor immense Schwierigkeiten. Das Ergebnis: Landratsämter erteilen keine Genehmigungen mehr. Es herrscht ein Baustau in Bayern.

Landwirt Gottfried Priller in Fischbachau baut gerade einen neuen Kuhstall. Im Herbst soll er fertig werden. Dann sollen seine Kühe dort einziehen. Aber:

"Wir könnten nicht einziehen, weil im Genehmigungsbescheid vom Stall drin steht, dass wir eine Güllegrube brauchen, aber die Güllegrube vom Landratsamt nicht genehmigt wird." Gottfried Priller, Landwirt Fischbachau

Wann diese Probleme tatsächlich gelöst werden, ist im Augenblick nicht abzusehen. Eine schwer erträgliche Situation für die Landwirte.