BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Bauern protestieren in Nürnberg vor Bratwurstfirma HoWe | BR24

© BR-Studio Franken/Gisela Staiger

Bauern mit ihren Traktoren vor dem Nürnberger Bratwurst-Produzenten HoWe. Die Bauern demonstrieren für eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung.

10
Per Mail sharen

    Bauern protestieren in Nürnberg vor Bratwurstfirma HoWe

    Bauern der Organisation "Land schafft Verbindung“ haben am Morgen vor dem Werksgelände der Fleischwarenfirma HoWe protestiert. Etwa 30 Landwirte fuhren mit ihren Schleppern vor das Werkstor. Ihr Protest gilt der Herkunft des verarbeiteten Fleisches.

    10
    Per Mail sharen

    Mit Schleppern fuhren am Morgen rund 30 Bauern vor das Werksgelände des Bratwurst-Produzenten HoWe. Die Organisatoren des Protests der Bewegung "Land schafft Verbindung" beklagen, dass die Firma, die vor allem Nürnberger Rostbratwürste produziert, mit Fleisch von ausländischen Produzenten beliefert werde.

    Verpflichtende Herkunftsbezeichnung gefordert

    Zwar sei dies gesetzlich zulässig, es gebe aber keine Kennzeichnungspflicht, aus dem der Verbraucher ableiten könne, woher das Fleisch für die angeblichen Nürnberger Rostbratwürste stamme, sagte der Sprecher der Organisation Andreas Forster. Die Landwirte fordern daher eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der verarbeiteten Rohstoffe auf der Verpackung. Der Konsument habe ein Recht darauf zu erfahren, ob Milch, Fleisch und Eier in den Produkten zu hohen deutschen landwirtschaftlichen Standards erzeugt wurden oder aber ob sie billig importiert wurden, so Forster.

    Verbraucher hat Recht auf Transparenz

    Die Landwirte fordern, dass alle Produktionsstufen benannt werden. Nur so könne der Konsument transparent von Geburt, Aufzucht bis Schlachtung und Verarbeitung alle Schritte nachvollziehen. Derzeit würden auch Waren als deutsches Fleisch deklariert, bei denen lediglich die Schlachtung in Deutschland stattgefunden habe. Häufig hätten die Tiere aber ihr Leben im Ausland verbracht, wo schlechtere Standards bei der Tierhaltung gelten würden, so Forster. Seinen Angaben zufolge hat sich die Firma HoWe gesprächsbereit gezeigt.

    Ähnliche Aktionen in Ober- und Unterfranken

    In der Nacht hatten Landwirte bei Aktionen in Unter- und Oberfranken mit ihren Schleppern gegen niedrige Fleisch- und Milchpreise protestiert. Im oberfränkischen Eggolsheim hatten in der Nacht rund 70 Bauern mit ihren Traktoren die Zufahrten zum Lidl-Zentrallager blockiert. In Unterfranken haben Bauern unterdessen mit Traktoren das Zentrallager der Supermarkt-Kette Kaufland heimgesucht.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!