Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bauern mahnen mit grünen Kreuzen | BR24

© Elmar Konrad Bauernverband

Grünes Kreuz auf der Retzstadter Höhe

2
Per Mail sharen
Teilen

    Bauern mahnen mit grünen Kreuzen

    Auch im Main-Spessart protestieren Bauern mit grünen Kreuzen auf ihren Feldern gegen Bürokratie, Dumpingpreise für Essen und Flächenverbrauch. Nun hat auch der stellvertretende Kreisobmann Karl Köhler ein Kreuz auf der Retzstadter Höhe aufgestellt.

    2
    Per Mail sharen
    Teilen

    An einem der höchst gelegenen Ackerflächen im Landkreis Main-Spessart hat der stellvertretende Kreisobmann Karl Köhler ein grünes Kreuz auf der Retzstadter Höhe aufgestellt. Es ist eines von sechs Kreuzen allein auf den Feldern von Landwirten in Retzbach und Retzstadt und vielen weiteren im Landkreis Main-Spessart.

    Bauern protestieren gegen Auflagen und Dumpingpreise

    Mit dieser von "Bauer Willi" - ein Landwirt und Öffentlichkeitsprofi aus dem Rheinland - ins Leben gerufenen Aktion wehren sich Landwirte gegen aus ihrer Sicht steigende Auflagenflut, überzogene Bürokratie, Dumpingpreise für Essen, ungebremsten Flächenverbrauch und unfaire Handelspolitik, so der Bauernverband. Zurzeit frage sich jeder Landwirt, ob er in Zukunft noch eine Landwirtschaft betreiben kann, die den Unterhalt seiner Familie sichert, so Köhler.

    Hohe Qualität zu einem fairen Preis

    Die Landwirte verdeutlichen, dass sie in Deutschland und Bayern eine hohe Qualität zu einem fairen Preis produzierten. Ausländische Ware werde oft unter ganz anderen Bedingungen und wesentlich weniger Auflagen bei Pflanzenschutz und Tierhaltung hergestellt. Kreisobmann Reinhard Wolz kritisiert, dass es zurzeit modern sei und auch von Gesellschaft und Politik geduldet werde, Probleme aus der jeweiligen Perspektive und Tagesgesinnung heraus zu beleuchten und schnelle Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. Vielfach würden dabei Zielkonflikte ausgeblendet und katastrophale Nebeneffekte negiert.

    Landwirtschaft argumentiert mit Klimaschutz

    Beispiele dafür gebe es viele, so der Bauernverband und nennt die Folgenden: Mit einer hohen Leistung bei Milchkühen könne die Anzahl der Tiere reduziert und damit auch die Menge an schädlichen Treibhausgasen vermindert werden. Pflanzenschutz reduziere die Anzahl der Überfahrten auf den Feldern.

    Mit einer wirtschaftlichen und konkurrenzfähigen Produktion im eigenen Land könnten weite Transporte mit schwerölbetriebenen Schiffen vermieden werden. "Wer das Klima schützen will, sollte weltweite Transporte auf das Nötigste reduzieren und mit einer wirtschaftlichen Landwirtschaft die Versorgung vor Ort sichern", so der Retzbacher Obmann Hermann Schmitt.