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Bauern demonstrieren vor Edeka-Lagern in Oberbayern | BR24

© dpa-Bildfunk

Vorbild Oldenburg: Wie am 27. Januar in Niedersachsen protestierten nun auch Bauern in Oberbayern vor mehreren Edeka-Zentrallagern.

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    Bauern demonstrieren vor Edeka-Lagern in Oberbayern

    Gaimersheim, Eching, Trostberg und Landsberg am Lech: Mitten in der Nacht zum Montag haben Landwirte vor vier Edeka-Zentrallagern in Oberbayern protestiert. Die Aktionen fanden im Vorfeld des Lebensmittel-Gipfels im Kanzleramt in Berlin statt.

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    Auch in Oberbayern haben in der Nacht auf Montag Landwirte vor vier Edeka-Zentrallagern demonstriert. Wie die Polizei dem BR-Studio Oberbayern auf Nachfrage erklärte, fanden Aktionen in Gaimersheim (Landkreis Eichstätt), Eching (Landkreis Freising), in Landsberg am Lech und in Trostberg (Landkreis Traunstein) statt.

    Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt haben sich zwischen 0.20 Uhr und 2.30 Uhr Bauern mit insgesamt rund 180 Traktoren vor den Toren in Gaimersheim, Eching und Landsberg postiert, etwa die Hälfte davon in Eching. Der Sprecher konnte nicht sagen, wie viele Teilnehmer es insgesamt waren.

    Proteste waren nicht angemeldet

    In Eching blockierten Traktoren die Zufahrt zum Lager. Nach "massiveren Gesprächen" mit der Polizei hätten die Landwirte die Zufahrt wieder freigemacht, sagte der Sprecher. Unterm Strich sei an allen drei Standorten "alles völlig unkritisch" verlaufen. Da die Demos nicht angemeldet waren, werde möglicherweise wegen eines Verstoßes gegen das bayerische Versammlungsgesetz ermittelt. Laut einem Sprecher der Landsberger Polizei war auch hier die Zufahrt zunächst mit fünf Traktoren blockiert worden.

    Hunderte Traktoren bei Demo in Trostberg

    In Trostberg zählte die Polizei 300 Teilnehmer mit ihren Traktoren. Nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim dauerte die Aktion von 0.30 bis 3 Uhr. Es habe keine Beeinträchtigungen gegeben, alles sei "harmlos" verlaufen.

    Bauern demonstrieren in ganz Bayern

    Nach BR-Informationen fanden am Morgen Bauern-Demos vor sieben Edeka-Standorten in Bayern statt. Die Landwirte wollten damit offenbar ein Zeichen vor dem sogenannten Lebensmittel-Gipfel in Berlin setzen.

    Im Kanzleramt treffen sich unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit Vertretern der Ernährungsindustrie und des Handels.

    Vier Ketten dominieren den Einzelhandel

    Seit Monaten protestieren deutsche Bauern, um unter anderem auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen. Dafür machen sie auch große Supermärkte verantwortlich. Die vier Ketten Edeka, Lidl, Aldi und Rewe beherrschen mehr als 85 Prozent des deutschen Marktes. Klöckner wirft ihnen vor, die Bauern unter Preisdruck zu setzen.