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Bauer aus Bad Staffelstein gewinnt Ackerwildkrautpreis | BR24

© picture alliance/Bildagentur-online

Symbolbild: Auf dem Acker eines Landwirts aus Bad Staffelstein wachsen 28 Ackerwildkrautarten.

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    Bauer aus Bad Staffelstein gewinnt Ackerwildkrautpreis

    Ackerkohl und Leindotter heißen die Highlights des diesjährigen Ackerwildkraut-Wettbewerbs. Diese seltenen Pflanzen wurden auf Äckern in Oberfranken entdeckt. Ein Landwirt landete mit 28 Sorten auf dem ersten Platz.

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    Mit 28 verschiedenen Kräuterarten hat Landwirt Lothar Teuchgräber aus Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels den Ackerwildkrautpreis in der Kategorie "konventionelle Landwirtschaft" gewonnen. In der Kategorie "ökologischer Landbau" landete Bauer Markus Haslbeck aus Götzendorf aus dem Landkreis Forchheim mit 27 Kräutersorten auf dem ersten Platz.

    Seltene Pflanzenarten entdeckt

    Wie der Bund Naturschutz (BN) Bayern als einer von vier Ausrichtern des Wettbewerbs mitteilte, fand die Jury auf den preisgekrönten Äckern auch seltene Pflanzen. 17 Arten, die auf der Roten Liste stehen und in Bayern kaum noch vorkommen, seien alleine auf den beiden Siegeräckern gewachsen. Neben der kleinfrüchtigen Leindotter fand sich auf einem Feld auch der Ackerkohl, der in Deutschland vom Aussterben bedroht ist.

    Gutschein für Gewinner

    Aus den neun oberfränkischen Landkreisen bewarben sich insgesamt 27 landwirtschaftliche Betriebe mit ausgewählten Flächen für den Wettbewerb. Als ersten Preis erhielten die beiden Gewinner jeweils einen Gutschein für einen Aufenthalt in einem Biohotel im Wert von 300 Euro. Der alle zwei Jahre stattfindende Ackerwildkraut-Wettbewerb wurde erstmals vor sechs Jahren in Unterfranken ausgetragen. Nach der Oberpfalz und Niederbayern fand die Auszeichnung, für die man sich bis April bewerben konnte, in diesem Jahr in Oberfranken statt.

    Lebensraum für Tiere

    Laut dem BN sind viele Äcker heutzutage meist frei von Unkraut und bieten daher keine Lebensräume für Insekten und Pflanzen, die für den Anbau von Kulturarten meist völlig harmlos seien. Wildkrautreiche Äcker gelten als Naturschätze und sind zudem ein wichtiger Nahrungslieferant für Tiere.

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