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Bauarbeiten am Forggensee-Staudamm offiziell abgeschlossen | BR24

© BR/Florian Regensburger

Der größte Stausee Deutschlands hatte einen ganzen Sommer lang kein Wasser. Heute (Donnerstag, 12.9.) werden endlich auch die Sanierungsarbeiten an dem alten Staudamm offiziell abgeschlossen.

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Bauarbeiten am Forggensee-Staudamm offiziell abgeschlossen

Der größte Stausee Deutschlands hatte einen ganzen Sommer lang kein Wasser. Inzwischen ist der Forggensee aber wieder aufgestaut. Am Donnerstag werden endlich auch die Sanierungsarbeiten an dem alten Staudamm offiziell abgeschlossen.

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Die Bauarbeiten am Forggensee-Staudamm waren aufwändig und teuer: Rund 30 Millionen Euro hat der Kraftwerksbetreiber Uniper investiert. Abgesehen von den Verlusten bei der Forggensee-Schifffahrt und im Tourismus haben auch die Anwohner gelitten: Sie mussten über ein Jahr lang weite Umwege fahren, um den Forggensee herum oder über Lechbruck.

Kraftwerksbetreiber Uniper ist zufrieden

Während der Sperrung der Straße wurde darunter in den Damm aus dem Jahr 1954 ein mehr als 70 Meter tiefer Schacht hinein gegraben und -gefräst. Weil der darunterliegende Fels so hart ist, haben die Bauarbeiter nach Angaben von Uniper mehr als 5.000 Bohrköpfe verschlissen. In den so entstandenen Schlitz wurde schließlich eine Betonwand eingegossen.

Uniper zieht insgesamt eine positive Bilanz der Bauarbeiten: Es habe weder gravierende Verzögerungen noch schwerere Unfälle auf der Baustelle gegeben. Der Damm genüge jetzt wieder höchsten Sicherheitsanforderungen.

Natur und Tourismus haben unter Baustelle gelitten

In Mitleidenschaft gezogen wurde allerdings die Natur durch die Bauarbeiten: Zuerst konnte aufgrund des abgelassenen Sees Hochwasser im Lech nicht zurückgehalten werden. Als der Forggensee dann wieder aufgestaut wurde, führte der Fluss so wenig Wasser, dass das Gewässer für viele Fischarten unterhalb des Stausees zu warm wurde.

Die Forggensee-Schifffahrt beziffert ihre Einnahme-Verluste auf 800.000 Euro. Im Sommer 2018 war der See komplett trocken geblieben. Drei gute Jahre, so schätzt man, braucht es nun, um den Verlust auszugleichen.