BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Bau der neuen Seilbahnen am Ochsenkopf verzögert sich | BR24

© BR

Der Baustart für die neuen Seilbahnen am Ochsenkopf lässt weiter auf sich warten. Zuerst müssten hydrologische Gutachten angefertigt werden, hieß es im Bayreuther Landratsamt.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bau der neuen Seilbahnen am Ochsenkopf verzögert sich

Bürokratische Hürden stellen sich dem Bau der neuen Seilbahn im Fichtelgebirge in den Weg. Weil sich in dem Areal Wasserschutzgebiete befinden, müssen Gutachten angefertigt werden. Ein Zeitplan ist nicht bekannt, in Gefahr sei das Projekt aber nicht.

Per Mail sharen

Geplant sind geschlossene Gondeln für bis zu zehn Personen, die im Ganzjahresbetrieb laufen sollen – doch der rund 26 Millionen Euro teure Bau der neuen Seilbahnen am Ochsenkopf in Bischofsgrün (Lkr. Bayreuth) verzögert sich weiter. Gründe dafür sind Auflagen der Wasserwirtschaft. Nun müssen erst einmal hydrologische Gutachten angefertigt werden, bevor über weitere Planungen gesprochen werden kann, hieß es auf einer Pressekonferenz im Bayreuther Landratsamt.

Gutachten soll Pläne für Seilbahn absichern

Ausschlaggebend für die Verzögerungen ist ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamts Hof von Mitte März dieses Jahrs. Darin steht, dass eine Bau-und Betriebsgenehmigung bisher nur für die Nordseite beantragt wurde. Nun laufen entsprechende Gespräche, so der neue Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler). Ihm sei ein sauberes Vorgehen bei den Planungen wichtig. Die Gutachten würden zeigen, ob die Planungen überdacht werden müssen, so Wiedemann.

Seilbahn-Projekt am Ochsenkopf wichtig für das Fichtelgebirge

Dass das ganze Projekt auf der Kippe stehe, davon geht Wiedemann nicht aus. Er sei zuversichtlich, dass zeitnah eine schnelle Lösung gefunden werde, damit das Leuchtturmprojekt für das gesamte Fichtelgebirge realisiert werden könne. Wiedemann will die gemachten Versäumnisse bereinigen und dann möglichst schnell Aufträge vergeben. Zu einem möglichen neuen Zeitrahmen wollte er sich aber nicht äußern.

"Man muss ganz klar sagen, die Zeithorizonte, die angegeben wurden, nämlich, dass die Bahn dieses Jahr gebaut werden könnte, das war völlig unrealistisch", Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler).

Dass erst jetzt auf das Schreiben vom März reagiert wurde liege vor allem auch an der Corona-Pandemie. Das Landratsamt sei in den vergangenen Wochen lediglich nur noch eine "Sicherheitsbehörde" gewesen.

Hydrologisches Gutachten für Nord- und Südseite

Inzwischen wurde auch für die Südseite ein hydrologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das Problem hierbei: Die Seilbahn-Süd komplett im Wasserschutzgebiet. Die Stadt Bayreuth bezieht knapp 20 Prozent ihres Wassers von dort.

Bau der Seilbahn könnte Risiko für Wasserschutzgebiete sein

Der beauftragte Gutachter Jürgen Zausig glaubt, dass es August werden könne, bis die Gutachten vorliegen, bei denen vier Wasserschutzgebiete rund um den Ochsenkopf untersucht werden. Die Gutachten sollen klären, ob infolge der Baumaßnahmen Risiken für die Wasserschutzgebiete entstehen könnten und wie diese vermieden werden können.

© BR

"Ein Leuchtturmprojekt für die Region": Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler). Das Foto zeigt den Lift zum Zipline-Park am Ochsenkopf.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!