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Bars, Kneipen, Hotels: Freie Wähler und FDP wollen mehr lockern | BR24

© dpa/Sven Hoppe

Viele Clubs, wie hier das Münchner "Harry Klein", sind wegen Corona seit Monaten geschlossen.

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    Bars, Kneipen, Hotels: Freie Wähler und FDP wollen mehr lockern

    Bars, Discos, Hotels und Teile des Handels unterliegen weiterhin strikten Corona-Einschränkungen. Die bayerische FDP und die Freien Wähler sehen hier Lockerungsbedarf. Anders als die Liberalen stellen die FW ihre Forderung als Regierungsmitglied.

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    Auch wenn viele Regeln nach und nach gelockert werden, ist die Corona-Pandemie genauso wenig beendet wie die Einschränkungen in Bayern. Kleine Bars und Tanzlokale sind weiterhin geschlossen, Hotels dürfen zwar öffnen, müssen aber etwa Wellnessbereiche geschlossen halten.

    Die Freien Wähler (FW) und die Freien Demokraten (FDP) in Bayern wollen das nun ändern. Am Sonntag forderten führende Vertreter beider Parteien unabhängig voneinander umfassende Lockerungen für Gastronomie und Handel.

    Deutliche Lockerungen gefordert

    Die Freien Wähler wollen laut ihrem Landtagsfraktionschef Florian Streibl die Regeln für Hotellerie und Handel noch vor Fronleichnam am kommenden Donnerstag weitgehend aufheben. So müssten etwa die bayerischen Hotelliers zusehen, wie potentielle Gäste nach Österreich abwandern, wo etwa Spa- und Wellnessbereiche bereits geöffnet seien. Auch der Handel im Grenzgebiet könne so aktuell Kunden an Geschäfte in Österreich, Tschechien oder auch Italien verlieren.

    Bars, Clubs und Kneipen hat der Bayern-FDP-Chef Daniel Föst im Blick. Er forderte einen Öffnungsplan für diese Schankbetriebe – unter Beachtung entsprechender Regeln wie Einlasslimits, Thekenverboten, einer begrenzten Aufenthaltsdauer für Besucher, beschränkte Öffnungszeiten und Abstandsregelungen. Bisher gibt es für solche Getränke-betonten Betriebe anders als bei Restaurants keine Aussicht auf Öffnung.

    FW: Forderungen an eigene Regierung

    Während die FDP als Oppositionspartei naturgemäß die Regierung mit Gegenvorschlägen und Kritik konfrontiert, stellen die Freien Wähler diese Forderung als Teil der bayerischen Regierungskoalition aus CSU und Freie Wähler.

    Ihr dennoch relativ forsches Auftreten gegenüber der Regierung, der sie selbst angehören, steht im Einklang mit den jüngsten Aussagen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW). Er sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass die Freien Wähler in der Öffentlichkeit aktuell lauter auftreten müsse, da ihre "treibende Rolle bei vielen Öffnungen" ansonsten nicht rüberkomme.

    Im aktuellen BR-BayernTrend erhalten Ministerpräsident Markus Söder und seine CSU enormen Zuspruch, während die Freien Wähler in der Sonntagsfrage eher stagnieren. Aiwanger sieht die Regierungskoalition mit der CSU durch Corona durchaus belastet, glaubt aber nicht an dauerhafte Probleme deswegen.

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