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Barber Angels: Wie eine neue Frisur Obdachlosen helfen soll | BR24

© BR/south & browse GmbH/Karin Atzenbeck

Friseure des wohltätigen Vereins "Barber Angels".

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    Barber Angels: Wie eine neue Frisur Obdachlosen helfen soll

    Ein neuer Haarschnitt kann Selbstvertrauen geben und steht oft für einen Neuanfang. Die Friseure des gemeinnützigen Vereins "Barber Angels" haben es sich zur Aufgabe gemacht, bedürftigen Menschen die Haare zu schneiden – zum Beispiel in Altötting.

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    Der gemeinnützige Verein "Barber Angels Brotherhood" war am Sonntag in Altötting, um Obdachlosen und weiteren bedürftigen Menschen zu einem neuen Haarschnitt zu verhelfen. Etwa hundert Bedürftige durften sich die Haare professionell und vor allem kostenlos schneiden lassen. Eingeladen wurden die "Barber Angels" von dem Malteser Hilfsdienst unter der Leitung der örtlichen Dienststellenleiterin Elvira Dittler.

    Bislang 300 Friseure für 25.000 Obdachlose und Bedürftige

    Die "Barber Angels" gibt es offiziell seit dem 8. November 2017 als Verein. Gegründet wurden sie von dem Friseur Claus Niedermaier aus dem baden-württembergischen Biberach an der Riß. Mittlerweile haben sich etwa 300 Friseure den "Barber Angels" angeschlossen und bereits mehr als 25.000 Obdachlosen und Bedürftigen die Haare geschnitten, die Bärte getrimmt oder ihnen einen neuen Look verpasst.

    "Ich habe nicht gewusst, was mich da erwartet. Wie ich dann die Menschenmenge gesehen habe, das war mir dann schon (suspekt, Anm. der Redaktion). Aber dann legt sich das alles. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl nach Hause." Eine Bedürftige in Altötting

    Entspannte Rocker-Friseure in fünf Ländern

    Die "Barber Angels" wollen die Schwachen in den Fokus stellen. Ihr Ziel ist es, den Menschen durch einen neuen Haarschnitt wieder Selbstvertrauen zurückzugeben – und ihnen dadurch Mut für einen Neuanfang zu machen. Um den Bedürftigen Angst zu nehmen und Vertrauen aufzubauen, tragen die "Barber Angels" eine rockige Lederkluft.

    In fünf Ländern ist der Friseur-Club mittlerweile unterwegs, darunter Deutschland, Österreich, die Niederlande, Spanien und die Schweiz. Der Verein finanziert sich durch Mitgliederbeiträge und Spenden.