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Bannwald-Streit: Firma will nur ein Drittel der Fläche roden | BR24

© Gemeinde Neuburg am Inn

Eine Karte mit dem Bauplan - Ein Teil ist durchgestrichen

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    Bannwald-Streit: Firma will nur ein Drittel der Fläche roden

    Nach monatelangen Protesten um eine mögliche Bannwaldrodung in Neuburg am Inn im Kreis Passau, ändert das Logistikunternehmen seine Pläne. Die Firma will nur noch fünf bis sechs Hektar Bannwald roden. Geplant waren ursprünglich 18 Hektar.

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    Monatelang wurde gegen eine mögliche Bannwaldrodung in Neuburg am Inn (Lkr. Passau) protestiert. Jetzt ändert das Logistikunternehmen Brummer seine Pläne: Die Firma will nur noch ein Kühllager am Standort bauen und braucht dafür nur noch ein Drittel der Fläche.

    Gemeinderat stimmte für Verkleinerungspläne

    Geplant waren ursprünglich zwei Kühllager, für die eine Fläche von 18 Hektar Bannwald hätte gefällt werden müssen. Jetzt handelt es sich noch um fünf bis sechs Hektar. Der Gemeinderat stimmte am Montagabend mit 11:5 Stimmen für die Verkleinerungspläne.

    Die Firma Brummer könne stattdessen einen Zweitstandort in einer Nachbargemeinde aufbauen, Standorte entlang der A3 hätten sich gefunden, teilt Neuburgs Bürgermeister mit.

    Bürgerbewegung übt trotzdem Kritik

    "Es geht in die richtige Richtung", sagt Marc Kuhnt von der Bürgerbewegung Neuburger Wald. Dennoch kritisiert er die erneute "Ad-hoc-Entscheidung" des Gemeinderats.

    "Die Art und Weise, wie schnell der Gemeinderat grünes Licht gibt, geht gar nicht." Marc Kuhnt, Bürgerbewegung Neuburger Wald

    Bürgermeister Wolfgang Lindmeier (CSU) kontert schriftlich.

    "Ein Betrieb, der seit 1954 in der Gemeinde ansässig sei, sich in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt habe und sich jetzt am Stammsitz weiter entwickeln will, muss nach mehrheitlicher Ansicht des Gemeindesrats zumindest nach Antragstellung der Einstieg in ein rechtsstaatliches Verfahren ermöglicht werden." Wolfgang Lindmeier, Bürgermeister Neuburg am Inn

    Bürgerbewegung will Söder kontaktieren

    Die Mitglieder der Bürgerbewegung wollen versuchen, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Wochenende bei einem Besuch in der Region auf das Thema anzusprechen. Er hat bereits einen offenen Brief von den Neuburgern bekommen. In dem fordern ihn die Bürger auf, den Staatswald nicht an die Firma Brummer zu verkaufen.