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Bankomaten gesprengt - Zwei Männer in Regensburg vor Gericht | BR24

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© pa/dpa

So sah der Pentlinger Supermarkt nach der Sprengung der Geldautomaten im Juli 2016 aus. Die Täter erbeuteten damals rund 200.000 Euro.

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Bankomaten gesprengt - Zwei Männer in Regensburg vor Gericht

Zwei Männer aus Polen sollen in Sachsen-Anhalt und in der Oberpfalz Geldautomaten in die Luft gesprengt und dabei mehr als eine Viertelmillion Euro erbeutet haben. Ab Montag wird ihnen vor dem Regensburger Landgericht der Prozess gemacht.

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Die Männer gingen zweimal auf die gleiche Weise vor: Sie leiteten Gas in die Bankomaten und brachten es zur Explosion. Aus den zerstörten Automaten holten sie dann die Geldkassetten. Im ersten Fall, im März 2016, erbeuteten sie auf diese Weise mehr als 50.000 Euro aus einem Geldautomaten im sachsen-anhaltinischen Kretzschau.

In Pentling sprengten die Männer gleich zwei Automaten

Gut drei Monate später jagten sie dann zwei Geldautomaten im Vorraum eines Supermarktes in Pentling bei Regensburg in die Luft. Hier hatten die Männer noch einen dritten Komplizen dabei. Die Beute betrug dieses Mal rund 200.000 Euro.

Der Sachschaden bei den beiden Explosionen belief sich der Anklage zufolge auf fast 600.000 Euro. In beiden Fällen lieferten sich die Männer auf ihrer Flucht außerdem filmreife Verfolgungsjagden mit der Polizei.

Flucht in den Wald

Nach der Automatensprengung in Pentling flohen die Männer mit ihrem Auto in Richtung tschechischer Grenze. Ihr Komplize wurde dort von der Polizei gefasst, die beiden Männer konnten zunächst in den Wald flüchten und wurden erst später festgenommen. Sie sitzen derzeit in verschiedenen Gefängnissen in Baden-Württemberg ein.

Vor dem Regensburger Landgericht müssen sich die beiden Männer jetzt unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Es sind zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte Ende Januar fallen.

Der dritte Komplize ist bereits verurteilt

Dem dritten Komplizen wurde bereits im März 2017 in Regensburg der Prozess gemacht. Er wurde damals zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt.