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Das Reisebüro Helmut Gallist ist insolvent. Zahlreiche Gläubiger, darunter auch die Passionsspiele Oberammergau bangen jetzt um ihre Forderungen.

    Nach Reiseanbieter-Insolvenz: Bangen um Passionsspiel-Tickets

    Das Oberammergauer Reisebüro Gallist ist insolvent. Zahlreiche Gläubiger bangen um ihre Forderungen - auch die Passionsspiele Oberammergau. Betroffen sind dazu auch rund 1.000 Ticketbesitzer, die nach der Absage 2020 nie Geld erstattet bekamen.

    Von
    Martin BreitkopfMartin Breitkopf

    Die Passionsspiele Oberammergau bangen um ihre Forderungen: Das Reisebüro Helmut Gallist GmbH aus Oberammergau ist insolvent - und zu dessen Gläubigern gehören auch die Passionsspiele. Außerdem sind schätzungsweise rund 1.000 Ticketbesitzer betroffen. Nach der Absage der Passionsspiele 2020 haben sie noch immer keine Rückzahlungen bekommen.

    Nach Absage der Passion: Kunden bekamen kein Geld zurück

    Das Reisebüro Gallist aus Oberammergau ist seit den 50er-Jahren ein fester Partner der Passionsspiele. Der Reisevermittler bot sogenannte Leistungspakete an - also Tickets und Unterkunft. Abnehmer waren sowohl Pauschalreisekunden als auch kommerzielle Reiseveranstalter. Nach der Absage der Passion 2020 und der Rückabwicklung der Zahlungen kamen aber anscheinend keine Gelder bei den Kunden an. Wie Frederik Mayet, der Pressesprecher der Passionsspiele, dem BR sagte, meldeten sich seit Wochen geschädigte Pauschalreise-Kunden und Reiseveranstalter-Partner, um sich über den Verbleib ihrer Zahlungen zu erkundigen.

    Vorwurf des Betrugs steht im Raum

    Wie sich jetzt herausstellt, nahm die Gallist GmbH offenbar erhebliche Anzahlungen für Pauschalreisen entgegen, ohne die gesetzlich erforderliche Insolvenzabsicherung in Form eines Sicherungsscheins zu stellen. Damit befürchten Juristen, dass die Anzahlungen nicht abgesichert sind und die Kunden ihre Forderungen nur noch über ein Insolvenzverfahren anmelden können. Geschädigte sollen sich an Insolvenzverwalter Michael George in Wolfratshausen wenden. Der Vorwurf des Betrugs steht im Raum. Ob der Geschäftsführer des Reisebüros Gallist zivilrechtlich in Haftung genommen werden kann, soll juristisch geklärt werden.

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