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"Bandidos"-V-Mann-Affäre: Freisprüche von Polizisten bestätigt | BR24

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Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil aus Nürnberg bestätigt, wonach zwei

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    "Bandidos"-V-Mann-Affäre: Freisprüche von Polizisten bestätigt

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth von 2018 bestätigt. Damals waren zwei führende Polizeibeamte vom Vorwurf des Diebstahls im Zusammenhang mit der sogenannten "Bandidos"-V-Mann-Affäre freigesprochen worden.

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    Von
    • Julia Demel

    Die Staatsanwaltschaft Nürnberg hatte Revision gegen das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth eingelegt. Bei dem Prozess vor dem Landgericht waren damals die zwei Polizeibeamten zusammen mit vier weiteren LKA-Beamten angeklagt. Ihnen wurde vorgeworfen, einen V-Mann in die Rockergruppierung "Bandidos" eingeschleust und anschließend angewiesen zu haben, die Gruppierung nach Dänemark zu begleiten und dort Bagger zu stehlen.

    BGH bestätigt Urteil aus Nürnberg

    Der BGH sah es nun ebenso wie das Landgericht Nürnberg-Fürth in seinem Urteil als erwiesen an, dass die Polizisten den V-Mann bei dieser Aktion für straflos hielten, obwohl er einen der Lkw gesteuert hatte. Zudem hätten die Polizisten dafür gesorgt, dass die Bagger sichergestellt und die anderen an der Diebstahlfahrt Beteiligten verhaftet worden waren.

    Vorwürfe erwiesen sich als unbegründet

    Der ab 2017 geführte Prozess gegen die LKA-Beamten hatte für Aufsehen gesorgt. Damals war den Beamten vorgeworfen worden, sie hätten 2009 den vorbestraften V-Mann bei den "Bandidos" in Regensburg eingeschleust und anschließend selbst zu Straftaten angestiftet oder diese zumindest nicht verfolgt. Im Verlauf des Prozesses erwiesen sich jedoch die meisten Vorwürfe als unbegründet.

    Vier Polizisten wurden freigesprochen, lediglich die zwei Führungsbeamten wurden wegen Falschaussagen in einem früheren Prozess gegen den V-Mann zu Bewährungsstrafen von unter einem Jahr verurteilt.

    Diziplinarverfahren laufen

    Gegen alle sechs Beamte laufen Disziplinarverfahren. "Diese werden fortgeführt, sobald das Strafverfahren rechtskräftig abgeschlossen ist", teilte das dafür zuständige Polizeipräsidium in München mit. Vier der Beamten seien wieder im Dienst. Einer sei weiterhin suspendiert, ein anderer bereits im Ruhestand.

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