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BAMF setzt neue digitale Technik bei Asylanträgen ein | BR24

© BR-Studio Franken/Heiner Gremer

Ein Laptop, mit dem bei Asylanhörungen unter anderem Sprachaufnahmen von Flüchtlingen analysiert werden können.

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    BAMF setzt neue digitale Technik bei Asylanträgen ein

    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) setzt bei der Prüfung von Asylanträgen ab sofort digitale Assistenzsysteme ein. Diese sollen Entscheidern helfen, Angaben von Asylbewerbern zu ihrer Herkunft zu überprüfen.

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    Mit dem neuen Computersystem reagiert die Behörde auf Probleme mit Mehrfachidentitäten von Flüchtlingen und den Fall Franco A. Das neue digitale System soll den Asyl-Entscheidern dabei helfen, die Herkunft und die Angaben von Asylbewerbern zu überprüfen sowie Mehrfachidentitäten auszuschließen.

    Spracherkennung und Handydaten

    Die Systeme wurden im Ankunftszentrum des BAMF im Bamberg mehrere Monate getestet und nun der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem fünfstufigen System, beginnend beim Fotoabgleich über eine Spracherkennung, die eine Zuordnung nach Herkunftsland möglich macht, bis hin zu einem bisher noch freiwilligen Auslesen der Handydaten der Asylbewerber sollen deren Identität und Herkunft künftig wesentlich schneller und sicherer geklärt werden können.

    BAMF Präsidentin: Fälle wie Franco A. nicht mehr möglich

    Nach Angaben von BAMF Präsidentin Jutta Cordt sind damit Fälle wie die des mutmaßlich rechtsextremen Bundesoffiziers Franco A., der sich als Syrer ausgegeben hatte, nicht mehr möglich. Auch Mehrfachidentitäten sollen ausgeschlossen sein. "Damit wird das Eis dünn für all diejenigen, die sich rechtwidrig verhalten," sagte der sächsische Innenminister und Vorsitzende der Innenministerkonferenz Markus Ulbig.

    Informationen zu freiwilliger Rückkehr

    Bereits in einigen Monaten sollen diese Assistenzsysteme des sogenannten "Bamberger Modells" bundesweit in allen Einrichtungen der BAMF zur Verfügung stehen. Zeitgleich sollen die Asylbewerber im Zuge des Verfahrens verstärkt über die Möglichkeiten einer freiwillige Rückkehr in ihre Heimatländer informiert werden.