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BAMF-Chef Sommer verteidigt Ankerzentren | BR24

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Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Sommer, hat die Einführung der sogenannten Anker-Zentren verteidigt. Viele Asylverfahren könnten dort in weniger als zwei Monaten abgeschlossen werden, sagte er in München.

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BAMF-Chef Sommer verteidigt Ankerzentren

Das Prinzip, das hinter Ankerzentren stehe, sei richtig, sagte Sommer, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, heute im Münchner Presseclub. Viele Asylverfahren könnten dort in weniger als zwei Monaten abgeschlossen werden.

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Die Abkürzung "Anker" steht für Ankunft, Entscheidung und Rückführung.  In  Ankerzentren  werden Asylbewerber zentral untergebracht werden, bis klar ist, ob sie in Deutschland bleiben können oder wieder ausreisen muss. Ankerzentren seien die konsequente Fortentwicklung der früheren Aufnahmeeinrichtungen, sagte BAMF-Präsident Hans-Eckhard Sommer heute vor Journalisten im Münchner Presseclub.

"Alle am Asylverfahren beteiligten Behörden können hier Hand in Hand arbeiten. Das beschleunigt die Verfahren und macht die Arbeit sehr viel einfacher." Hans-Eckhard Sommer, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Entscheidungen unter zwei Monaten

Aktuell würden Asylverfahren im Schnitt rund drei Monate dauern, in den Ankerzentren könne eine Entscheidung oft sogar schon in weniger als zwei Monaten getroffen werden. Die Kritik von Flüchtlingshelfern, Ankerzentren seien integrationsfeindliche Abschiebelager, wies Sommer zurück: Gerade durch die beschleunigten Verfahren könne etwa ein anerkannter Asylbewerber, das Ankerzentrum schon bald wieder verlassen.

Sommer: Anker-Konzept setzt sich durch

Laut Sommer wird das Anker-Konzept mittlerweile in den meisten Bundesländern umgesetzt, die Einrichtungen würden aber nicht wie in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, dem Saarland und Bayern als Ankerzentren bezeichnet. Die ersten Ankerzentren waren im August 2018 in Bayern gestartet. Hier gibt es mittlerweile sieben entsprechende Einrichtungen.