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Bamberger Oberbürgermeister muss mit Stichwahl rechnen | BR24

© BR/Sandra Jozipovic

In Bamberg wird die Oberbürgermeisterwahl spannend. Amtsinhaber Andreas Starke (SPD) erreichte vor acht Jahren knapp 55 Prozent der Stimmen. Neuen weitere Kandidaten treten bei der OB-Wahl an.

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Bamberger Oberbürgermeister muss mit Stichwahl rechnen

In Bamberg wird die Oberbürgermeisterwahl spannend. Amtsinhaber Andreas Starke (SPD) erreichte vor acht Jahren knapp 55 Prozent der Stimmen. Diesmal scheint ein Sieg auf Anhieb unwahrscheinlich. Neun weitere Kandidaten treten bei der OB-Wahl an.

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Bei der vergangenen Kommunalwahl 2012 hat der amtierende Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) mit 54,9 Prozent der Stimmen die Wahl gewonnen. Diesmal geht der Rathauschef davon aus, dass er nicht im ersten Wahlgang gewählt wird. Denn insgesamt zehn Kandidaten treten für den Posten des Stadtoberhaupts an.

"Man wird sich wohl auf eine Stichwahl einstellen müssen. Bei zehn Kandidaten ist das glaube ich klar, dass sich das sehr stark verteilen wird. Wir haben es auch mit sehr vielen kleineren Gruppierungen zu tun. Auch mit neuen Parteien, die jetzt in Erscheinung treten. All das führt zu einer gewissen Zerklüftung und zu einer heterogenen Zusammensetzung." Andreas Starke, Oberbürgermeister Bamberg

Andreas Starke ist in Bamberg schon seit 14 Jahren Oberbürgermeister. Er will unter anderem den Wirtschaftsstandort stärken, damit genügend Geld für Schulen, Kitas und den Ausbau von Radwegen zur Verfügung steht.

Der Kandidat der Grünen will mehr Kitaplätze schaffen

Die Grünen, die sich für die Wahl in "Grünes Bamberg" umbenannt haben, befinden sich im Aufwind. Sie wollen unter anderem die Verkehrswende und den Ausbau von Kitaplätzen vorantreiben. Bei der letzten Landtagswahl haben sie in Bamberg das zweitstärkste Ergebnis nach der CSU geholt. Der 32-jährige Jonas Glüsenkamp ist der Oberbürgermeister-Kandidat der Partei "Grünes Bamberg".

"Die Themen, die wir Grünen schon seit vielen Jahren und teilweise seit Jahrzehnten beackern, sind mittlerweile ganz tief in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele Menschen machen sich Gedanken über die Zukunft. Wie geht es mit dem Klima weiter, wie geht es beim Verkehr weiter, wie geht es beim Umweltschutz weiter. Das färbt natürlich auf die Kommune ab, weil sie da auch sehr viel machen und sehr viele Änderungen voranbringen kann. " Jonas Glüsenkamp, Grünes Bamberg

Der Kandidat der Grünen tippt auf eine Stichwahl nach dem 15. März, bei der er dabei sein möchte.

Die CSU schickt den Zweiten Bürgermeister ins Rennen

Auch Christian Lange von der CSU möchte Oberbürgermeister von Bamberg werden. Er will unter anderem für Kinder mehr Hortplätze schaffen. Lange ist Zweiter Bürgermeister und Referent der Stadt für Bildung, Kultur und Sport. Da die CSU momentan die stärkste Fraktion im Stadtrat ist, hofft Christian Lange, dass er letztendlich die Oberbürgermeisterwahl gewinnt.

"Ich glaube, dass ich in einer Stichwahl gute Chancen habe, zu gewinnen. Ich glaube auch, dass ich als Kandidat mit der CSU als stärksten Fraktion wesentlich mehr bewegen kann. Wir brauchen 23 Stimmen im Bamberger Stadtrat, um etwas durchzusetzen. Die CSU hatte nach der letzten Wahl 12. Andere Gruppierungen haben ein oder zwei Sitze. Da stell ich mir schon die Frage, wie will man denn da eine Mehrheit organisieren?" Christian Lange, Kandidat der CSU

Falls ein Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl am 15. März nicht mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt, wird es am 29. März zur Stichwahl kommen.

Weitere sieben OB-Kandidaten

Mehrere lokale Bündnisse haben folgende OB-Kandidierenden aufgestellt: Daniela Reinfelder (BuB), Ursula Redler (Bamberger Allianz) und Thomas Kellermann (Bambergs Mitte). Außerdem kandidieren Martin Pöhner (FDP), Claudia John (Freie Wähler), Hans-Günter Brünker (Volt) und Fabian Dörner (Die Partei).

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Von
  • Sandra Jozipovic
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