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Bamberger Erzbischof Schick plädiert für Ausnahmen vom Zölibat | BR24

© Pressestelle Erzbistum Bamberg/Hendrik Steffens

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kann sich Lockerungen bei der Ehelosigkeit katholischer Priester vorstellen.

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    Bamberger Erzbischof Schick plädiert für Ausnahmen vom Zölibat

    Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kann sich Lockerungen bei der Ehelosigkeit katholischer Priester vorstellen. In Ehe, Familie und Beruf bewährte Männer könne man eine Befreiung vom Zölibat erteilen, sagte Schick dem Bistumsmagazin "Leben".

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    Der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, kann sich Lockerungen bei der Ehelosigkeit katholischer Priester vorstellen. "Man kann meines Erachtens mehr von der Möglichkeit Gebrauch machen, in Ehe, Familie und Beruf bewährten Männern eine Befreiung vom Zölibat zu erteilen», sagte Schick dem Bistumsmagazin "Leben". Diese sogenannte Dispens (Ausnahmeerlaubnis) sei bereits möglich bei verheirateten, evangelischen Pfarrern, die zum katholischen Glauben übertreten.

    Erzbischof: Zölibat nicht gering schätzen

    Der Zölibat sei "ein großes Geschenk und hat hervorragende Heilige, Missionare und Seelsorger hervorgebracht, auch heute", sagte der Erzbischof dem Bayerischen Rundfunk . Der Wert des ehelosen Lebens im priesterlichen Dienst dürfe nicht gering geschätzt werden. "Ebenso wenig wie der priesterliche Dienst verheirateter Männer, die wir in den katholischen Ostkirchen und auch bei uns haben", sagte Erzbischof Schick.

    CSU-Politikerinnen für Weihe von katholischen Priesterinnen

    Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Staatsministerin Dorothee Bär (beide CSU) hatten sich in der Vergangenheit für ein Ende des Zölibats und die Weihe katholischer Priesterinnen ausgesprochen. "Wir müssen das Potenzial erschließen sowohl der Frauen – als auch der Männer, die nicht zölibatär leben wollen", hatte die Katholikin Aigner im Mai dem "Münchner Merkur" gesagt.

    Priesterinnen bringen mehr Pluralität in die Kirche

    Dorothee Bär, ebenfalls katholisch, sagte vor zwei Monaten in der "Rheinischen Post": "Ich fände es wichtig, wenn da Öffnungen stattfinden, weil das zu einer ganz anderen Pluralität innerhalb unserer Kirche führen würde." Sie halte auch nichts davon, dass Geschiedene nicht zur Kommunion dürften.