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Bamberger Autozulieferer fordern mehr Offenheit für Technologien | BR24

© dpa/Julian Stratenschulte

Auf einer Podiumsdiskussion in Bamberg über die Zukunft des Autos plädierten die Teilnehmer nicht nur für Elektroantriebe. Auch müsse man Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb entwickeln und neue Kraftstoffe für den Verbrennungsmotor.

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Bamberger Autozulieferer fordern mehr Offenheit für Technologien

Auf einer Podiumsdiskussion in Bamberg über die Zukunft des Autolands Deutschland haben die Teilnehmer nicht nur für Elektroantriebe plädiert. Auch müsse man Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb entwickeln und neue Kraftstoffe für den Verbrennungsmotor.

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© BR/Carlo Schindhelm

Auf einer Podiumsdiskussion in Bamberg über die Zukunft des Autolands Deutschland haben die Teilnehmer nicht nur für Elektroantriebe plädiert.

In der Bamberger Konzerthalle fand am Dienstag (19.11.2019) eine Podiumsdiskussion mit dem Titel: "Autoland Deutschland Quo Vadis - Herausforderungen und Visionen" statt. Die Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sprachen sich für eine Technologie-Offenheit aus. Wir würden nach einer "C02- neutralen und nachhaltigen Mobilität" streben, sagte Bosch Geschäftsführer Thomas Hartung. Um das mit den Elektroautos hinzubekommen, brauche es erst einmal emissionsfreien Strom.

Feldzug gegen das Auto muss aufhören

Bosch-Manager Hartung geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 noch 75 Prozent der Autos mit einem Verbrennungsmotor fahren. Daher sei "Technologie-Offenheit angesagt". Der Generalsekretär der CSU, Markus Blume, sagte, der "Feldzug" gegen das Auto müsse aufhören. Er kenne kein Land, das so fahrlässig mit seiner eigenen Leitindustrie umgehe.

Den Verbrennungsmotor weiterentwickeln

Blume plädierte ebenfalls für Technologie-Offenheit. Gemeint sind damit etwa die Elektromobilität, Wasserstoffantriebe, aber auch der klassische Verbrennungsmotor, der künftig möglicherweise mit synthetischen Kraftstoffen angetrieben wird. Lisa Badum von den Grünen kritisiert, dass man in der Vergangenheit nur auf das fossile Verbrenner-Auto gesetzt habe.

Bamberger Autozulieferer beschäftigen 20.000 Mitarbeiter

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Brose Gruppe, Michael Stoschek, sagte, er sehe derzeit keine Technologie-Offenheit. Stattdessen gebe es eine "euphorische" und "einseitige" Förderung der Elektromobilität. Organisiert hatte die Podiumsdiskussion der Wirtschaftsclub Bamberg. In der Region hängen 20.000 Arbeitsplätze direkt von der Autoindustrie ab.