Der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und dem oberfränkischen Ebensfeld geht in die nächste Phase. Die Stadt Bamberg nennt das Vorhaben "das größte Infrastrukturprojekt der Geschichte". Das Projekt ist Teil des Ausbaus der Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen München und Berlin.
Bamberg: Bürger können Einwände vortragen
Wie die Stadt mitteilte, können in dieser Woche Betroffene des Ausbaus im Bamberger Stadtgebiet mögliche Einwände gegenüber der Regierung von Oberfranken vortragen. Die Bezirksregierung führe bei dem nichtöffentlichen Erörterungstermin in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle lediglich die Anhörung durch, hieß es. Die Entscheidung über den Ausbau treffe letztlich das Eisenbahn-Bundesamt.
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Bahnknoten Bamberg soll leistungsfähiger gemacht werden
Der Ausbau ist bundesweit bedeutsam: Mit dem viergleisigen Ausbau der etwa 83 Kilometer langen Strecke von Nürnberg nach Ebensfeld im Landkreis Lichtenfels soll der Bahnknoten Bamberg leistungsfähiger gemacht und Lücken bei der ICE-Verbindung zwischen Berlin und München geschlossen werden, heißt es bei der Bahn.
Auch soll der S-Bahn-Takt zwischen Nürnberg und Bamberg durch den Ausbau erhöht werden. Der Abschnitt Nürnberg-Bamberg-Ebensfeld ist ein Teilstück der Schnellzugverbindung zwischen den beiden Millionenstädten. Südlich von Bamberg sind einige Abschnitte der Strecke bereits viergleisig.
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Bauzeit: Acht bis zehn Jahre
Wann die Bahnbehörde den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau fasse, sei offen und hänge von Zahl und Art der Einwände ab, sagte ein Sprecher des Bamberger Baureferats. Sollte das Eisenbahn-Bundesamt den Bau wie geplant beschließen, rechne man anschließend mit einer Bauzeit von acht bis zehn Jahren.
Diese Forderungen stellt die Stadt Bamberg
Die Stadt Bamberg selbst stellt einige Forderungen für den Ausbau an die Bahn. Dazu zählen etwa die Einrichtung eines S-Bahn-Haltepunkts Bamberg-Süd und umfassender Lärmschutz für die Stadtteile, die an die Strecke angrenzen. Auch beim Thema Ausgleichsflächen seien noch Fragen offen, sagte der Sprecher des Baureferats. Unter anderem seien Kleingärten von dem Ausbau betroffen. Beim Bau der nötigen Brücken und Unterführungen seien noch baufachliche Details zu klären.
Mit Material von dpa.
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