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Balderschwang testet 3D-Fahrbahnmarkierungen | BR24

© dpa/Christoph Söder

Ein Auto fährt über den 3D-Zebrastreifen in Schmalkalden

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    Balderschwang testet 3D-Fahrbahnmarkierungen

    In Balderschwang im Oberallgäu soll im Sommer ein Versuch mit 3D-Fahrbahnmarkierungen starten. Ziel ist es, dass sich mehr Auto- und Motorradfahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern in der Ortsdurchfahrt halten.

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    Die Randmarkierungen sollen so aufgemalt werden, dass sie räumlich wirken. Nach Angaben des Projektbetreuers an der Hochschule Biberach könnte die Markierung dann ein bisschen wie ein Bordstein aussehen, der die Fahrbahn verengt. Welche Farben und Formen besonders vielversprechend sind, testen Studenten gerade mit einem Computermodell der 300 Meter langen Ortsdurchfahrt von Balderschwang. Die angehenden Bauingenieure wollen das Projekt wissenschaftlich begleiten. Sie messen dann, ob die Auto- oder Motorradfahrer tatsächlich langsamer fahren und wie nachhaltig das Ganze funktioniert.

    Gute Erfahrungen beim Test in Schmalkalden

    Einen ähnlichen Versuch hat es in der Stadt Schmalkalden in Thüringen mit einem 3D-Zebrastreifen bereits im vergangenen Jahr gegeben. Nach Angaben des Bürgermeisters Thomas Kaminski war die räumlich wirkende Fahrbahnmarkierung sehr effektiv. Die Verkehrsteilnehmer hatten den Eindruck, auf ein Hindernis zuzufahren, und bremsten ab.

    Der 3D-Zebrastreifen wirkt nur kurze Zeit

    Das Landesverwaltungsamt in Thüringen befürchtete dem Bürgermeister zufolge aber, dass es Auffahrunfälle geben könnte, wenn die Autofahrer vor Schreck zu stark abbremsen. Deshalb musste der Zebrastreifen übermalt werden. Nach Angaben der Hochschule Biberach verlieren 3D-Zebrastreifen mit der Zeit ihren Effekt, weil die Verkehrsteilnehmer abstumpfen.

    Auch Wildpoldsried will den Zebrastreifen testen

    Trotzdem hat eine weitere Gemeinde im Allgäu bereits Interesse für einen 3D-Zebrastreifen angemeldet: In Wildpoldsried möchte der Gemeinderat die neuartige Fahrbahnmarkierung in der Salzstraße gerne ausprobieren - in der Hoffnung, dass Senioren und Kinder dort in Zukunft sicherer über die Straße gehen können. Laut Landratsamt Oberallgäu ist das aber noch Zukunftsmusik.