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Balderschwang

Es geht nicht um das Riedberger Horn selbst, sondern den Gelbhansekopf, ganz in der Nähe. Es ist der Hausberg mit vier Liften im Winter und im Sommer das Revier von Wanderern und Radlern.

Das Problem für den Liftbetreiber: Im Sommer stehen die Bahnen still. Downhill-Biker, also Radler, die mit dem Lift rauf fahren, um dann auf extra angelegten Pisten runterzudonnern wären eine Möglichkeit, die Bahnen auch im Sommer zu betreiben. Die Idee dazu gibt es bereit seit ein paar Monaten, dass sie jetzt schon an die Öffentlichkeit kam, ist den Planern gar nicht recht.

Keine aktuellen Pläne veröffentlicht

Die veröffentlichten Pläne seien gar nicht aktuell, erklärt Balderschwangs Bürgermeister Konrad Kienle: "Diese Pläne, das war die erste Projektstudie, die ein Bikefreak zusammengestellt hat, und gesagt hat, das wäre möglich." In solch einer Größe solle das Projekt aber auf gar keinen Fall umgesetzt werden.

Inzwischen gab es ein Gespräch zwischen Planern und Naturschützern. Norbert Schäffer vom Landesbund für Vogelschutz verteidigte den Schritt in die Öffentlichkeit damit, dass man nach der Geschichte am Riedberger Horn eben besonders sensibel sei.

"Mir ist bewusst, dass wir vor Ort Leute verärgert haben, aber auf solche Planungen hinzuweisen, das ist die Aufgabe eines Naturschutzverbandes, wie des LBV." Norbert Schäffer, Landesbund für Vogelschutz

Die Planer des Bikeparks geben derzeit keine Interviews, dem BR gegenüber erklärten sie aber schriftlich: „Wir planen einen Bikepark ausschließlich innerhalb des Skigebietes am Gelbhansekopf.“ Die Planungen seien jedoch noch ganz am Anfang.