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Bahnhofsmission Würzburg startet interkulturelles Projekt

Die Bahnhofsmission Würzburg hat ein bundesweit einmaliges Projekt gestartet. Die Mitarbeiter arbeiten dort mit Geflüchteten zusammen, die sich ehrenamtlich einbringen. Von Irina Hanft

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Bildrechte: BR / Irina Hanft

Interkulturelles Projekt bei der Bahnhofsmission Würzburg: Michael Lindner-Jung, Leiter der Würzburger Bahnhofsmission, und Haisam Alkebab

Ziel des Projektes ist es, in der Bahnhofsmission ein interkulturelles Team aufzubauen.

Gäste verändern sich

Fast 50 Personen arbeiten derzeit schon in der Bahnhofsmission. Dazu gehören Sozialarbeiter genauso wie viele Ehrenamtliche. Eigentlich ist das genug Personal, aber wie Einrichtungsleiter Michael Lindner-Jung betont, würden sich die Gäste verändern:

"Für uns gehören Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund längst zum Alltag unserer Arbeit. Wir kommen dabei aber auch öfter an die Grenzen. Weil wir den kulturellen Hintergrund von jemandem nicht kennen. Weil wir nicht entsprechend kommunizieren können. Weil uns die Sprache fehlt. (...) Und dazu brauchen wir Menschen an unserer Seite, die genau diesen Hintergund kennen, die die Sprache beherrschen, die den Zugang oder die Tür für uns öffnen." Michael Lindner-Jung, Leiter der Würzburger Bahnhofsmission

46.000 Kontakte in 2016

Sonderpädagogin Sandra Hirsch erklärt, dass im Jahr 2016 über 46.000 mal die Würzburger Bahnhofsmission kontaktiert worden sei. Davon habe es sich 13.000 Mal um Menschen mit Migrationshintergrund gehandelt. Dies entspreche einer Steigerung von 4.000 Kontakten im Vergleich zu 2015.Einer, der sich bereits verpflichtet hat, in der Bahnhofsmission mitzuarbeiten, ist der 33-jährige Haisam Alkebab. Vor eineinhalb Jahren ist er aus seiner Heimat Syrien geflohen. Seit einigen Wochen arbeitet er hier ehrenamtlich vier Stunden die Woche:

"Seit ich in Deutschland bin, helfen die Deutschen mir und auch anderen Flüchtlingen. Deswegen möchte ich auch etwas machen, etwas anbieten und helfen." Haisam Alkebab