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Bahnhof Straubing: gefährliches Brücken-Provisorium geschlossen | BR24

© BR/Kathrin Unverdorben

Am Montagmorgen haben Vertreter der Deutschen Bahn und Straubings Oberbürgermeister die Fußgängerunterführung eröffnet.

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Bahnhof Straubing: gefährliches Brücken-Provisorium geschlossen

Vertreter der Deutschen Bahn und Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) haben die Fußgängerunterführung am Straubinger Bahnhof eröffnet. Das heißt auch: Die steile, gefährliche Behelfstreppe, auf der es eine Tote gab, kann weg.

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Langsam aber sicher geht es am Straubinger Bahnhof mit den Bauarbeiten voran. Bis Ende dieses Jahres soll der Bahnhof barrierefrei sein. Am Montagmorgen haben Vertreter der Deutschen Bahn und Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) die Fußgängerunterführung eröffnet. Ab jetzt geht es unterirdisch zu den Gleisen. Das heißt auch: Die steile, gefährliche Behelfstreppe kann weg.

Brücken-Provisorium sorgte von Anfang an für Ärger

In einer Juni-Nacht wird das Provisorium abgebaut, teilte ein Bahn-Sprecher mit. Denn dafür müsse der europäische Zugverkehr (Straubing liegt auf der Strecke Wien - Berlin) mehrere Stunden gestoppt werden. Am Montagmorgen wurde das ungeliebte Brücken-Provisorium demonstrativ von Bahnhofsmanager und Oberbürgermeister geschlossen. Beide freuen sich sehr, denn nicht wenige Beschwerden gab es darüber in den letzten fast zwei Jahren. Eine Frau war sogar im September 2017 an den Folgen eines Sturzes auf dieser Treppe gestorben.

Unterführung noch nicht fertig

Die eröffnete Unterführung ist zwar noch ohne Wandverkleidung und auch die Aufzüge sind noch nicht eingebaut. Die Verantwortlichen sind sich jedoch sicher, dass es einfacher sei, etwas über 20 Stufen mit festem Geländer zu laufen, als 50 eher wackelige Stufen, wie bei der Behelfstreppe.

Aufzüge und auch das Ticketcenter am Bahnhofsgebäude werden im Laufe dieses Jahres noch fertig gestellt, hieß es. Im November soll die große Eröffnung des neuen Bahnhofs sein. Gekostet hat der barrierefreie Ausbau dann gut 20 Millionen Euro. Bahn, Bund und Bayern teilen sich die Kosten.

Ausbau zur Barrierefreiheit

Ganz einfach war der Ausbau - gerade des Bahnhofsgebäudes - nicht. Die Bausubstanz stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, da gab es viele Überraschungen in der Baustruktur, sagte ein Bahn-Sprecher am Montagmorgen. Zuletzt wurde der Bahnhof Mitte der 1960er Jahre renoviert. Nach über zwei Jahren Bauzeit soll der Bahnhof dann im November auf dem neuesten Stand sein.