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Tagelang eingesperrt: Flüchtlinge aus Güterwaggon befreit | BR24

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Sie waren wohl schon mehrere Tage lang eingesperrt: Polizei und Feuerwehr haben am Bahnhof Passau acht Menschen aus einem verplombten Güterwaggon befreit. Die Flüchtlinge konnten mit Hilfeschreien auf sich aufmerksam machen.

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Tagelang eingesperrt: Flüchtlinge aus Güterwaggon befreit

Sie waren wohl schon mehrere Tage lang eingesperrt: Polizei und Feuerwehr haben am Bahnhof Passau acht Menschen aus einem verplombten Güterwaggon befreit. Die Flüchtlinge konnten mit Hilfeschreien auf sich aufmerksam machen.

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Polizei und Feuerwehr haben vergangene Nacht am Bahnhof in Passau acht Geflüchtete aus einem verschlossenen Güterwagon befreit. Die Gruppe, darunter ein Kind und ein Teenager, waren wohl einige Tage in dem Wagon eingesperrt. Laut Bundespolizei geht es den Personen "den Umständen entsprechend gut".

Hilfeschreie aus Waggon in Schärding und dann in Passau zu hören

Der Zug kam aus Österreich. Ein Zeuge hatte schon am Bahnhof im oberösterreichischen Schärding Hilfeschreie gehört und die Bundespolizei in Passau informiert.

Als auch die Passauer Beamten Rufe aus einem der Waggons vernahmen, brachen sie mit Hilfe der Feuerwehr den verschlossenen und verplombten Waggon auf und fanden die acht Personen. Die Geflüchteten stammen aus Algerien, Marokko, Jordanien, Syrien und Libyen.

Geflüchtete mindestens vier Tage in dem Güterzug

Nach ersten Erkenntnissen waren die Geflüchteten mindestens vier Tage in dem Güterzug unterwegs. Die Hintergründe der illegalen Einreise beziehungsweise Schleusung sind noch unklar, so ein Sprecher der Bundespolizei zum BR. Der Waggon ist derzeit etwa einen Kilometer vor dem Passauer Bahnhof abgestellt. Ermittler im Vollschutz untersuchen den Container.

Hintergründe unklar

Daniel Gibis, Sprecher der Bundespolizei Passau: "Wir wissen noch nicht viel über die illegale Einreise. Ob organisierte Schleuser dahinterstecken oder sich die Gruppe alleine auf den Weg gemacht hat, ist noch unklar". Vermutlich war die Gruppe in Serbien in den Zug eingestiegen. Nach ersten Erkenntnissen waren die Geflüchteten mindestens vier Tage unterwegs. In dem Container habe es stark nach Urin gerochen, so Gibis. Den Geflüchteten gehe es aber "den Umständen entsprechend gut". Ins Krankenhaus mussten sie nicht. Momentan sei die Gruppe noch in der Obhut der Bundespolizei und werde hier weiter vernommen.

© BR/Martin Gruber

Der Waggon

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