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Bildrechte: BR-Studio Franken/Andreas Heinicke

Wurde per Online-Auktion versteigert: das leerstehende, ziemlich sanierungsbedürftige Bahnhofsgebäude in Lehrberg im Landkreis Ansbach.

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Bahnhof Lehrberg bei Auktion für 105.000 Euro versteigert

Der Lehrberger Bahnhof ist bei einer Online-Auktion für 105.000 Euro versteigert worden. Das hat das Berliner Auktionshaus auf BR-Anfrage mitgeteilt. Das Mindestangebot für das stillgelegte DB-Bahnhofsgebäude mit Grundstück lag bei 9.000 Euro.

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Von
  • Annika Svitil
  • Markus Balek

Am Freitag ist der stillgelegte Bahnhof von Lehrberg im Landkreis Ansbach bei einer Online-Auktion durch das Auktionshaus Karhausen in Berlin versteigert worden. Der Käufer bezahlte 105.000 Euro für das leerstehende Bahnhofsgebäude und dazugehörende Gelände an der Bahnlinie Ansbach-Würzburg. Der sanierungsbedürftige Bahnhof gehörte der Deutschen Bahn und wird seit vielen Jahren nicht mehr genutzt. Um wen es sich bei dem Käufer handele, wollten weder die Deutsche Bahn noch das Auktionshaus mitteilen.

1.500 Quadratmeter Fläche – Mindestgebot 9.000 Euro

Die Grundstücksfläche beträgt 1.500 Quadratmeter, die Nutzfläche rund 790 Quadratmeter, heißt es im Portfolio des Bahnhofs. Das Gebäude bestehe außerdem aus diversen Kellerräumen, einem ehemaligen Warteraum und früheren Diensträumen der Deutschen Bahn, Wohnräumen, einem nicht ausgebauten Dachboden und einigen Nebenräumen. Das Mindestgebot für das Objekt lag bei 9.000 Euro.

DB verkauft, weil Bahnhof weder rentabel noch zeitgemäß wäre

Ein Sprecher der Deutschen Bahn hat auf BR-Anfrage den Verkauf damit begründet, dass Reisende Funktionalität und Komfort, kurze Wege sowie schnelle Informationen von einem modernen Bahnhof erwarten würden. Bahnhöfe wie der in Lehrberg seien durch große Bahnhofsgaststätten und ausladende Wartesäle geprägt. Räume für Personal wie Bahnhofsvorsteher oder weiteres Personal würden nicht mehr benötigt, so der Sprecher weiter. Moderne Technik und digitale Angebote machten Mitarbeiter dieser Art weitgehend überflüssig. Dadurch seien die meisten der Gebäude aus heutiger Sicht überdimensioniert und für die Deutsche Bahn nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Daher veräußere die Bahn diese Immobilien.

"Lost place" soll neues Leben bekommen

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Bei einer Online-Auktion stand das Gebäude zum Verkauf. Mindestgebot 9.000 Euro.

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Der stillgelegte Bahnhof steht an der Gleisstrecke Ansbach-Würzburg. Während der Bahnhof stillgelegt wurde, wird die Strecke eifrig befahren.

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Wie die Einladung zu einem "Lost place": das Schild zum 1978 stillgelegten Bahnhof in Lehrberg im Landkreis Ansbach.

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Laut Auktionsportfolio gibt es Kellerräume, einem Warteraum, ehemalige Dienst- und Wohnräume, einen nicht ausgebauten Dachboden und Nebenräume.

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Die zum Lehrberger Bahnhof gehörende Grundstücksfläche beträgt 1.500 Quadratmeter, die Nutzfläche rund 790 Quadratmeter, heißt es.

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Der Käufer des Gebäudes muss viel investieren, um es nutzen zu können.

Online versteigert

Der Lehrberger Bahnhof ist seit 1978 inaktiv und wird nicht mehr direkt angefahren. Die Bahnstrecke entlang des Gebäudes ist noch aktiv. Die Versteigerung des Bahnhofs fand online auf der Homepage des Auktionshauses statt.

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