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Schild am Bahnhof mit der Aufschrift "Kaufbeuren"

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    Bahnhof Kaufbeuren wird vorerst nicht barrierefrei

    Kein Erfolg nach dem Gespräch in München: Der Kaufbeurer Bahnhof ist in den nächsten Jahren nicht für einen barrierefreien Umbau vorgesehen. Die Bahn sieht den Bund in der Verantwortung - eine Enttäuschung für die Region. Von Thommi Stottrop

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    Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler), der das Treffen in München mit der Bahn angeregt hatte, ist schwer enttäuscht. Laut Pohl schob die Bahn die Verantwortung auf den Bund. Von den über 1.000 Bahnhalten in Bayern seien 400 barrierefrei, 115 würden in den nächsten Jahren umgerüstet. Kaufbeuren sei hier nicht vorgesehen - auch wenn Kaufbeuren unter den nicht berücksichtigten Bahnhöfen unter den ersten drei rangiere.

    "Ein absurdes, unwürdiges Schauspiel auf dem Rücken der Menschen. Hier werden ständig Verantwortlichkeiten hin und her geschoben. Wir brauchen jetzt eine Lösung mit einem verlässlichen Zeitplan. Wir können nicht bis 2025 warten!" Bernhard Pohl, Landtagsabgeordneter, Freie Wähler

    Neben Pohl hatten auch Kaufbeurens OB Stefan Bosse und die beiden Staatssekretäre Gerhard Eck (CSU) und Franz Pschierer (CSU) an dem Gespräch mit dem bayerischen Bahnchef Klaus Dieter Josel teilgenommen.

    Gibt es doch noch eine Lösung?

    Die Zustände am Bahnhof werden seit Jahren von allen Seiten kritisiert: Es gibt keine Aufzüge oder Rolltreppen - von Barrierefreiheit keine Spur. Doch noch ist das letzte Wort nicht gesprochen: Durch weitere Gespräche der Bahn mit dem Bund und der Staatssekretäre mit Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) soll in den nächsten Wochen eine Lösung zum schnelleren, barrierefreien Umbau des Bahnhofs Kaufbeuren gefunden werden.