BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Bahnchaos: Grüne und SPD fordern mehr Geld für Wintervorsorge | BR24

© BR

Das Winterchaos bei der Bahn war heute Thema im Landtag. Besonders die Bayerische Oberlandbahn stand in der Kritik, weil Züge wegen des Schnees tagelang nicht fahren konnten. Die Betreiber können nicht versprechen, dass es nächstes Mal besser wird.

2
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bahnchaos: Grüne und SPD fordern mehr Geld für Wintervorsorge

Das Winterchaos bei der Bahn war heute Thema im Landtag. Besonders die Bayerische Oberlandbahn stand in der Kritik, weil Züge wegen des Schnees tagelang nicht fahren konnten. Die Betreiber können nicht versprechen, dass es nächstes Mal besser wird.

2
Per Mail sharen
Teilen

Eine Liste mit über 100 Maßnahmen hat die staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft BEG zusammen mit den betroffenen Eisenbahnunternehmen entwickelt, die bis zum nächsten Winter umgesetzt sein soll. Sie waren heute Thema im Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags.

Als zwei der Wichtigsten nennt BEG-Geschäftsführer Thomas Prechtl die Fahrgastinformation und Notfallkonzepte. Der Betrieb müsse wissen, was in bestimmten Fällen zu tun sei, um zum Beispiel einen Ersatzverkehr zu organisieren.

Bayerische Oberlandbahn und DB Netz in der Kritik

Diese beiden Punkte richtet Prechtl nicht ausschließlich aber vor allem an die Bayerische Oberlandbahn (BOB). Die Oberlandbahn schaffte es über Tage hinweg nicht einmal, Ersatzbusse zu organisieren. BOB-Chef Fabian Amini will aber auch jetzt nicht versprechen, dass das beim nächsten Mal besser wird. 50 Busse ließen sich in so einer Ausnahmesituation einfach nicht organisieren.

Dass beim Anfang der Schneefälle im Januar entscheidende Weichen nicht geräumt wurden, hat der BOB damals das Genick gebrochen - Loks konnten nicht fahren, und danach war der Schnee so tief und fest dass ohne Spezialgerät nichts mehr ging.

Der Räumdienst auf den Schienen liegt in der Verantwortung von DB Netz. Klaus-Dieter Josel von der Deutschen Bahn gibt zu, dass die Subunternehmer, die die Bahn unter Vertrag hatte, teilweise nicht da waren, als es ernst wurde. Man müsse schauen, ob man nicht stärker mit regionalen Dienstleistern zusammenarbeite. Da seien Qualität und Motivation höher, so Josel.

Grünen und SPD fordern mehr finanzielle Unterstützung

Allerdings dürften dann auch die Kosten steigen. Für Markus Büchler von den Grünen der entscheidende Punkt: man brauche schlicht mehr Geld im System und zwar vom Freistaat. Das sieht auch Inge Aurs von der SPD so. Würde der Staat auf die Reiterstaffel der Polizei verzichten, hätte man gleich die Millionen um zwei Lokomotiven zu kaufen.

Jürgen Baumgärtner von der CSU hält dagegen: man müsse besser werden aber zu glauben, man könne den Winter in Zukunft zu 100 Prozent beherrschen, sei falsch.

Kein Anspruch auf Regress

Haftbar machen kann die BOB die DB Netz indes nicht. In den Verträgen von DB Netz mit den Bahnverkehrsunternehmen ist ab einem Schneefall von 20 Zentimetern innerhalb 24 Stunden die Haftung ausgeschlossen.

© BR

Das Winterchaos bei der Bahn war heute Thema im Landtag. Besonders die Bayerische Oberlandbahn stand in der Kritik, weil Züge wegen des Schnees tagelang nicht fahren konnten. Die Betreiber können nicht versprechen, dass es nächstes Mal besser wird.