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Bahn wehrt sich nach Stromausfall in München gegen Kritik

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Bahn wehrt sich nach Stromausfall in München gegen Kritik

Nachdem ein Stromausfall am Münchner Hauptbahnhof am Samstag stundenlang für massive Behinderungen gesorgt hatte, kritisierte der Fahrgastverband "Pro Bahn" die mangelnde Notfallversorgung. Die Bahn weist die Vorwürfe zurück.

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Etliche Bahnhöfe ohne Strom und zahlreiche liegengebliebene Züge: Der Stromausfall bei der Deutschen Bahn in München, der zu einem Stellwerksausfall am Hauptbahnhof geführt hat, schlägt hohe Wellen. Der Konzern wies am Abend Kritik des Fahrgastverbandes "Pro Bahn" zurück, er würde derartigen Störungen nicht genügend vorbeugen.

"Pro Bahn" kritisiert Notfallversorgung der DB

Der Verband schätzt die Notfallversorgung der Bahn als mangelhaft ein. Andreas Barth von "Pro Bahn" sagte dem Bayerischen Rundfunk, er erwarte, dass die Bahn es schaffe, die wichtigsten Stellwerke so abzusichern, dass der Betrieb auch dann weitergehen kann, wenn es ein Malheur in der Stromversorgung gibt.

"Die entsprechende Technik gibt es, man muss die Eisenbahn aber auch krisenfest machen und nicht nur für den Gut-Wetter-Betrieb. Wenn man sich anschaut, was Alles ausfällt, hat die Notfallversorgung offensichtlich nicht gereicht." Andreas Barth, Fahrgastverband "Pro Bahn"

Deutsche Bahn: Notfallversorgung hat funktioniert

Ein Sprecher der Deutschen Bahn entgegnete, die Notfallversorgung habe durchaus funktioniert. Selbstverständlich gebe es für alle sicherheitsrelevanten Systeme Ersatzmechanismen. Deshalb habe der eigentliche Stellwerksausfall am Münchner Hauptbahnhof auch nur ein paar Minuten gedauert.

"Vielleicht sollten sich Pro-Bahn-Vertreter informieren, bevor sie vom Sofa aus kommentieren." Sprecher der Deutschen Bahn

Allerdings habe man mit den Folgen zu kämpfen gehabt. Dennoch: 78 Prozent der Fernzüge und 96 Prozent der S-Bahnen in München seien pünktlich gewesen.

Trafobrand war Auslöser für Stromausfall

Ein Trafobrand an der Donnersbergerbrücke - vermutlich ausgelöst durch einen Kabelbrand - hatte am frühen Samstag den Stromausfall verursacht und dadurch eine Kettenreaktion ausgelöst.

Während die Störung am Hauptbahnhof bis vormittags behoben werden konnten, waren die S-Bahnstationen zwischen Hauptbahnhof und Pasing sowie Westkreuz bis zum Abend noch ohne Strom. Mitarbeiter der Bahn hatten hier zusammen mit dem technischen Hilfswerk Notbeleuchtungen installiert.

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Während die Störung am Hauptbahnhof bis vormittags behoben werden konnten, waren einige S-Bahnstationen in München bis abends ohne Strom.