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ICE in Coburg
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Autoren

Markus Klingele
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ICE in Coburg

Bevor der neue, vierte ICE-Stopp 2020 eingeführt wird, gibt es allerdings eine Änderung der ICE-Verbindungen in Coburg: Das ICE-Zugpaar, welches mittags die Strecke Berlin-München/München-Berlin fährt, wird durch die Zugverbindung Berlin-Wien/Wien-Berlin ersetzt. Damit müssen Reisende, die nach München fahren, in Nürnberg umsteigen. Die Änderung tritt mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 in Kraft. Die Stadt Coburg und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sehen die Änderung kritisch. Grund: Man befürchtet, dass die Strecke dadurch an Attraktivität verliert, weil Anschlusszüge durch Verspätungen nicht erreicht werden könnten oder sich die Fahrzeit dadurch verlängert. Eine Stellungnahme der Stadt und des VDC waren am Freitagnachmittag noch nicht zu bekommen.

Stadt freut sich über vierten ICE-Halt

In einer Pressemeldung der Stadt Coburg am Freitagmittag freute sich Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer über das vierte ICE-Zugpaar, das ab 2020 den Bahnhof in Coburg ansteuern wird. Seit der Einführung des ICE-Stopps Coburg im Dezember 2017 hatte man gefürchtet, dass die Bahn diese Haltestellen reduzieren wolle, wenn in Coburg zu wenige Fahrgäste das Angebot annehmen würden. Aber mit über 300 Fahrgästen am Tag, die in Coburg zu- oder aussteigen, seien die Erwartungen erfüllt worden, heißt es.

Kampf um ICE-Stopps in Coburg

Die Stadt Coburg, die IHK Coburg und der VCD Coburg hatten im laufenden Jahr Unterschriften für mehr ICE-Stopps gesammelt. Sie waren zur Bahn nach Berlin gefahren, um direkt vor Ort ihren Bedarf anzumelden. Sie hatten das Verkehrsministerium eingeschaltet und um Unterstützung gebeten. Außerdem hatten sie mehrere Brandbriefe mit der Forderung nach mehr ICE-Stopps in Coburg an den Vorstand der Bahn geschrieben.