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Bahn-Ausbau München – Lindau – Zürich auf der Zielgeraden | BR24

© picture-alliance/dpa/Peter Endig

Weniger Diesel-Loks, zumindest auf der Strecke nach München: Das verspricht die Bahn für die Zeit nach dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember.

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    Bahn-Ausbau München – Lindau – Zürich auf der Zielgeraden

    Mit dem Zug von Lindau nach München in knapp zwei Stunden: Möglich machen soll das eine gerade im Bau befindliche Neubaustrecke. Ab Dezember sollen die Züge rollen, laut Deutscher Bahn liegen die Arbeiten im Plan.

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    "ABS 48", so nennt die Bahn die Ausbaustrecke von München über Lindau nach Zürich. Derzeit laufen die Arbeiten am letzten Teilstück zwischen Wangen im Allgäu und Lindau. Hier stehen noch Gleisbauarbeiten an, außerdem werden Lärmschutzwände errichtet und der elektrische Fahrdraht muss großenteils noch verlegt werden.

    Die spektakulärste Baumaßnahme auf dem Abschnitt ist die neue Brücke über die Obere Argen in Wangen. In drei bis vier Wochen soll die 116 Meter lange und mehrere hundert Tonnen schwere Stahlkonstruktion in einem Stück in die Trasse eingeschoben werden.

    Ausbaustrecke: Deutlich kürzere Fahrzeiten

    Ab dem Fahrplanwechsel zum 13. Dezember 2020 soll die neue, elektrifizierte Strecke in Betrieb gehen. Dann werden Eurocity-Züge in einer Stunde und 50 Minuten statt bisher in rund zweieinhalb Stunden von München nach Lindau fahren. Die Fahrzeit von München nach Zürich verringert sich durch den Ausbau von bisher knapp viereinhalb Stunden auf etwa dreieinhalb Stunden.

    Bahnhof Lindau-Reutin spart Zeit

    Möglich macht die kürzeren Fahrzeiten auch der neue Festland-Bahnhof in Lindau-Reutin. Er erspart den Zügen den Umweg über den alten Lindauer Kopfbahnhof auf der Bodenseeinsel. Außerdem sollen Züge mit Neigetechnik eingesetzt werden.

    Bessere Luft in München – aber Diesel-Loks im Allgäu

    Die Elektrifizierung der Strecke nutzt auch der Luftreinheit – zumindest in München: Künftig sollen nämlich deutlich weniger Züge mit Diesel-Loks in die Landeshauptstadt einfahren. Nachteile gibt es dadurch im Allgäu: Die Diesel-Züge, die auf den weiter nicht-elektrifizierten Strecken fahren, dürfen dann nämlich zum Teil nicht mehr nach München durchfahren. Das heißt für Pendler: Sie müssen umsteigen, um in die Landeshauptstadt zu kommen.

    Die Elektrifizierung der "ABS 48" kostet laut Deutscher Bahn mit allen Ausbaumaßnahmen rund 500 Millionen Euro.