Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bahn-Anbindung: Verkehrsminister will sich für Allgäu einsetzen | BR24

© BR

Bayerns Verkehrsminister Reichhart im BR-Interview zu den Nahverkehrsplänen im Allgäu.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bahn-Anbindung: Verkehrsminister will sich für Allgäu einsetzen

Werden Teile des Allgäus im Bahnverkehr abgehängt, wenn die Strecke München - Zürich einmal elektrifiziert ist? Kommunalpolitiker aus der Region befürchten genau das. Der bayerische Verkehrsminister hat jetzt versprochen, sich der Sache anzunehmen.

1
Per Mail sharen
Teilen

Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) hat angekündigt, sich im Zuge des Ausbaus der Strecke München - Lindau - Zürich für den Erhalt von mehr Direktverbindungen aus dem südlichen Allgäu nach München einzusetzen. Bei einer Konferenz zum Allgäuer Bahnverkehr in Augsburg sagte er, die Forderungen aus der Region seien berechtigt. Reichhart zufolge wird die Staatsregierung tun, was sie selbst beitragen könne. Außerdem werde man sich an den Bund wenden, dem die Deutsche Bahn ja gehört.

Kommunalpolitiker machen Vorschläge für gute Bahn-Anbindung

Veranstaltet wurde die Konferenz vom Regionalen Planungsverband Allgäu. Gekommen war auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), dessen Wahlkreis die Landkreise Oberallgäu und Lindau sowie die Stadt Kempten umfasst. Außerdem waren der Kaufbeurer Oberbürgermeister und Planungsverbands-Vorsitzende Stefan Bosse (CSU) und zahlreiche Allgäuer Landtags-Abgeordnete, Landräte und Lokalpolitiker dabei.

Sie überreichten eine “Resolution pro Schiene im Allgäu” an den Verkehrsminister - mit Vorschlägen, wie eine gute Bahn-Anbindung der Region auch nach der Modernisierung der Strecke München - Lindau - Zürich gesichert werden kann.

Bald weniger Diesel-Züge auf der Strecke nach München

Hintergrund sind Pläne der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG): Mit der vollständigen Elektrifizierung der Strecke München - Lindau sollen zum Fahrplanwechsel Ende 2020 nur noch halb so viele Diesel-Züge aus dem südlicheren Allgäu nach München durchfahren - aus "ökonomischen und ökologischen Gründen", heißt es von der BEG.

Zum Erhalt von mehr Direktverbindungen aus dem Allgäu nach München sprechen sich die Unterzeichner der Resolution zum Beispiel für die Kopplung von Zügen aus Füssen und Kempten aus. Weitere Vorschläge sind “Pilotprojekte zur Weiterentwicklung emissionsarmer Antriebskonzepte” wie Hybrid-Loks. Auch über eine Elektrifizierung der südlichen Allgäuer Bahnstrecken wurde bei dem Spitzentreffen diskutiert.

© BR

In deutlich weniger als zwei Stunden mit dem Zug von München nach Lindau: Das verspricht der Ausbau der Bahnstrecke ABS 48, der vor allem den schnellen Eurocity-Zügen zugutekommt. Berufspendler aus dem Allgäu werden aber wohl das Nachsehen haben.