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Bayern

Bäume im Trockenstress | BR24

© pa/dpa/Nicolas Amrer

Wald im Fichtelgebirge

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    Bäume im Trockenstress

    Wegen Trockenheit und Schädlingsbefall drohen den Bayerischen Wäldern Wachstumsschäden von 30 bis 50 Prozent. Forstminister Helmut Brunner will deshalb mehr Geld für die Vorbeugung. Doch die Opposition fordert weniger Profitdenken. Von Rudolf Erhard

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    Bayerns Wälder sind im Trockenstress. Die Grundwasserspeicher in den Wäldern sind nur zu zwei Dritteln gefüllt, das zeigen die Waldklimastationen im Süden und Norden. Alle Baumarten wachsen deshalb langsamer, die Fichten teilweise um 50 Prozent.

    Borkenkäfer geht in geschwächte Bäume

    Außerdem werden viele Bäume durch die Trockenheit instabiler, und ihr geschwächter Zustand macht sie anfälliger für Schädlinge, vor allem für den Borkenkäfer. Forstminister Brunner will für den nächsten Staatshaushalt mehr Gelder für Forschung und den Umbau der Wälder fordern. Die Opposition schlägt einen anderen Weg vor:

    "Wir haben im Staatsforstengesetz eindeutig die Möglichkeit, dass die Staatsregierung sofort per Verordnung ändern kann, in welcher Höhe der Gewinn abgeführt wird zum Wohl unseres Waldes." Horst Arnold, agrarpolitischer Sprecher SPD-Landtagsfraktion

    Auch private Waldbesitzer gefordert

    65 Millionen Euro haben die Bayerischen Staatsforsten voriges Jahr als Gewinn an den Finanzminister abgeführt. Von CSU und Freien Wählern kam die Forderung, durch mehr Beratung und Hilfen auch private Waldbesitzer zu unterstützen, damit sie klimastabilere Bäume pflanzen und Käferbefall schneller beseitigen können.