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Heilen statt destillieren

Lange Zeit war er ein Kultgetränk: der Bärwurz-Schnaps aus dem Bayerischen Wald. Doch das Geschäft mit dem Destillat aus der Wildpflanze Bärwurz ist rücklaufig. Was wird nun aus den Produzenten?

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Seit seiner Kindheit gehört sie zum Hof von Landwirt Thomas Lehner: Die Bärwurz. Auf einem halben Hektar baut sie die Familie in Aholming, nahe Deggendorf an. Jetzt im April werden die Wurzeln der Pflanze geerntet. Doch die Brennereien aus dem Bayerischen Wald drohen als Abnehmer wegzubrechen. Denn die Liebhaber von Bärwurz-Schnaps scheinen allmählich auszusterben. Das Ende des niederbayerischen Bärwurz-Anbaus?

Bärwurzpulver bei Darmproblemen

Landwirt Thomas Lehner möchte sich damit nicht abfinden und sucht neue Absatzwege. In der Alternativmedizin wurde er fündig. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die heilende Wirkung der vermahlenen Wurzel. Apotheken bieten mittlerweile Bärwurz-Pulver nach einer Rezeptur der Nonne an. Die Bärwurz soll nicht nur verdauungsfördernd sein, sondern auch bei Darmproblemen und Folgekrankheiten helfen.

Brennereien setzen auf Qualität

Auf dem Hof von Bärwurzbauer Lehner werden die Wurzeln gründlichst gewaschen und getrocknet. Ein Teil der Ernte wird auch schon vermahlen. Weil seine Pflanzen jetzt eine pharmazeutischen Verwendung finden, hat der Landwirt auf ökologischen Landbau umgestellt. Mit chemischen Unkrautbekämpfungsmitteln die Felder besprühen, ist seitdem Vergangenheit. Doch auch die Bärwurz-Brennereien haben sich umgetan. Statt nur auf Masse, setzen sie zunehmend auf Qualität: mit exklusiven Edelbränden aus der niederbayerischen Bärwurz.