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Bär in Bayern: Umweltministerium bittet um Aufmerksamkeit | BR24

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Das bayerische Umweltministerium hat bestätigt, dass der Anfang Oktober im Oberallgäu gefundene Kot mit "großer Wahrscheinlichkeit" einem Bären zuzuweisen ist. Grund zur Sorge sei das aber keiner. Trotzdem wird um besondere Aufmerksamkeit gebeten.

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Bär in Bayern: Umweltministerium bittet um Aufmerksamkeit

Das bayerische Umweltministerium hat bestätigt, dass der Anfang Oktober im Oberallgäu gefundene Kot mit "großer Wahrscheinlichkeit" einem Bären zuzuweisen ist. Grund zur Sorge sei das aber keiner. Trotzdem wird um besondere Aufmerksamkeit gebeten.

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Ist der Bär zurück in Bayern? Die Chancen dafür stehen jedenfalls gut. Das bayerische Umweltministerium hat heute bestätigt, dass ein fotografierter Tierkot "mit großer Wahrscheinlichkeit die Losung eines Bären" ist. Eine Touristin hatte am 1. Oktober an einem Waldrand im Balderschwanger Tal im Landkreis Oberallgäu die Ausscheidungen entdeckt und abgelichtet. "Möglicherweise handelt es sich um das Tier, das bereits im Juni und am 9. Oktober in Tirol nachgewiesen wurde", so das bayerische Umweltministerium in einer Mitteilung.

Bayern gewappnet für den Bären

Grund zur Sorge sei der Bär aber nicht. Bayern sei mit seinem für diese Fälle vorgesehenen Bärenmanagement gut gerüstet, heißt es weiter. Dabei stehe vor allem die Sicherheit im Vordergrund. Man werde die Bevölkerung über die weiteren Erkenntnisse auf dem Laufenden halten, so das Ministerium.

Auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber beruhigt: "Jetzt greift ein mit Experten abgestimmtes Verfahren. Das Netzwerk "Große Beutegreifer" ist informiert und sammelt derzeit alle Erkenntnisse." Dazu zählt insbesondere die direkte Kontaktaufnahme mit den Sicherheitsbehörden und den Tierhaltern vor Ort.

"Bayern ist gut vorbereitet. Unsere Experten stehen in engem und stetigem Austausch mit den Behörden in Österreich und Italien." Thorsten Glauber, bayerischer Umweltminister.

Kein Vergleich zu "Bruno"

Die Diskussion um den Umgang mit wilden Bären war insbesondere entfacht worden, nachdem im Jahr 2006 der als "Bruno" bekannte Braunbär in Bayern umherstreifte und mehrere Nutztiere riss. Der Bär, vom damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als "Problembär" bezeichnet, wurde daraufhin erschossen.

"Vorbildbär" statt "Problembär"

Als "Problembär" ist das Tier diesmal offenbar allerdings nicht einzustufen. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat deshalb Forderungen nach einem Abschuss des Bären strikt zurückgewiesen. "Der Braunbär verhält sich absolut unauffällig, er ist praktisch ein Vorbild-Bär", so Andreas von Lindeiner, Fachbeauftragter des LBV.

Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen

Anzeichen dafür, dass sich der Bär momentan in Bayern aufhält, gibt es allerdings nicht. Das bisher beobachtete Tier verhalte sich laut Angaben des Ministeriums "sehr scheu und unauffällig".

Die Bevölkerung und Wanderer in der Region werden dennoch um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Dazu gehören auch wichtige Verhaltensregeln: Beispielsweise sollten keine Abfälle wie Essensreste in der freien Landschaft zurückgelassen werden. Bei direkter Begegnung mit dem Bären sollte Abstand gehalten werden.