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Bär in Bayern: Tatzenabdrücke im Schnee entdeckt | BR24

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Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden Tatzenabdrücke eines Bären entdeckt. Experten vermuten, dass es sich um den Bären handelt, der im Oktober in eine Fotofalle tappte.

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Bär in Bayern: Tatzenabdrücke im Schnee entdeckt

Nachdem eine Wildkamera im Oktober einen Bär fotografiert hatte, fehlte lange jede Spur von ihm. Nun sind im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Tatzenabdrücke im Schnee gefunden worden.

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Als im vergangenen Oktober ein Braunbär bei Garmisch-Partenkirchen in eine Fotofalle tappte, war die Aufregung in Bayern groß. Schließlich war es der erste Bär, der seit dem Abschuss von Bruno im Jahr 2006 im Freistaat gesichtet wurde. Danach gab es lange kein Lebenszeichen des Tiers.

Doch jetzt sind im südlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Bären-Spuren im Schnee gefunden worden. Ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer, in dem Ehrenamtliche unter anderem aus Landwirtschaft, Jagd und Umweltschutz mitarbeiten, hatte die Entdeckung gemeldet.

Das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) teilte am Montag mit, der Bär habe die Abdrücke wahrscheinlich am Wochenende hinterlassen. Die Experten vermuten, dass es sich um dasselbe Tier wie im Herbst handelt. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Bären ihre Winterruhe kurzzeitig unterbrechen", so ein Sprecher der Behörde. "In der Winterruhe fressen die Tiere in der Regel nichts." Der Bär verhalte sich aber nach wie vor "sehr scheu und unauffällig."

Managementplan regelt den Umgang mit Bären

Braunbär Bruno hatte dagegen Streifzüge in Ortschaften unternommen und Schafe gerissen, sodass er schließlich im Rotwand-Gebiet erschossen wurde. Vor diesem Hintergrund war vom Freistaat ein Managementplan für den Umgang mit dem Wildtier erstellt worden. Dank des Plans sei man gut auf einen Bären vorbereitet, hieß es vom LfU. Behörden, Interessenverbände und Nutztierhalter seien informiert worden. Vor allem Almbauern sahen die Ankunft des neuen Bären allerdings mit Skepsis.

Genetische Spuren, die im Oktober in der Nähe der Wildkamera gefunden wurden, befinden sich derzeit noch in der Auswertung. Sie sollen Aufschluss über die Herkunft des Tieres geben. Vermutet wird, dass es sich um einen männlichen Bären handelt, der - ebenso wie Bruno - aus dem italienischen Trentino über Tirol nach Bayern kam.

Zugleich wies das Landesamt für Umwelt daraufhin, bei Aufenthalten in der Natur - zum Beispiel bei einem Wanderausflug - sehr genau darauf zu achten, in der Natur keine Essensreste und keinen Müll zurückzulassen.

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