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Bär an bayerischer Grenze: Bauern besorgt - Behörden beruhigen | BR24

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Bär am Plansee kein Problembär

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Bär an bayerischer Grenze: Bauern besorgt - Behörden beruhigen

13 Jahre nach Bruno ist wieder ein Braunbär an der österreichisch-bayerischen Grenze unterwegs. Die Almbauern sehen das mit Sorge. Doch ein Experte betont, von dem Tier gehe keine Gefahr aus. Auch das Landesamt für Umwelt sieht das so.

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Vor sechs Tagen ist ein Bär in Plansee in Tirol in eine Fotofalle getappt. Experten gehen davon aus, dass das junge, männliche Tier auch nach Bayern kommen könnte.

"Der Bär hat ein sehr ausgeprägtes Wanderverhalten. Allerdings geht von dem Bären keine Gefahr aus. Man muss sich also keine Sorgen machen." Reutter Bezirksjägermeister, Arnold Klotz

Bär hat einen Hirsch gerissen

Der aktuelle Bär verhält sich laut Klotz ganz anders als Bär Bruno. Trotzdem ist bereits eine Diskussion um den Bären entbrannt. Ist er gefährlich für Mensch und Tier? Der aktuelle Bär hat bisher einen Hirsch im Klausenwald bei Reutte auf dem Gewissen – davon geht Bezirksjägermeister Klotz aus. Deswegen sei er aber noch kein Problembär wie Bruno. Bruno trieb sich vor 13 Jahren ebenfalls an der bayerisch-österreichischen Grenze herum. Er war den Menschen ungewöhnlich nah gekommen. Er tötete mehr als 30 Schafe. Nach vielen vergeblichen Fangversuchen wurde Bruno schließlich erschossen.

Auch das bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg beruhigt: Angriffe auf Menschen sind selten. Bären sind streng geschützt und dürfen nicht einfach geschossen werden. Seit Bär Bruno gibt es ein länderübergreifendes Managementkonzept, damit Mensch und Tier möglichst konfliktfrei nebeneinander leben können. Die Behörde sagt: Übergriffe auf Nutztiere kommen zwar vor und auch Wild wird gelegentlich erbeutet, aber eigentlich fressen Bären vorzugsweise Pflanzen.

Landesamt für Umwelt: Bär verhält sich unproblematisch

Wie ein Behördensprecher dem BR sagte, verhält sich das Tier bisher unproblematisch. Derzeit gebe es keine Hinweise, dass der Bär die Grenze nach Bayern überschritten haben könnte. Vermutlich handele es sich um einen Bären aus dem italienischen Trentino. Dort gibt es dem Landesamt zufolge eine Bärenpopulation, die sich nur sehr langsam ausbreitet. Es sei nicht zu erwarten, dass Bären sich in Bayern dauerhaft ansiedeln. Sollte der jetzt in Tirol gesichtete Bär doch noch nach Bayern wandern, würde die Behörde die Bevölkerung informieren und zum Beispiel darum bitten, Mülltonnen zu leeren, um den Bär nicht auf der Nahrungssuche anzulocken.

Almbauern: "Schafe sind wie ein gedeckter Tisch für Bär"

Mit Sorge verfolgt Almbauer Josef Glatz aus Garmisch-Partenkirchen den aktuellen Bären. Glatz ist gerade zum neuen Vorsitzenden des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern gewählt worden. "Die Schafe sind wie ein gedeckter Tisch für den Bären. Ein Zaun bringt auch nichts. Noch ist er ein Bär, aber wenn er zum Problembär wird, müssen wir eingreifen." Wenn die Weidewirtschaft nicht mehr gesichert ist, muss man entsprechende Maßnahmen ergreifen, fordert Glatz. "Welche das sind, muss die Staatsregierung entscheiden."

Damit Wanderer keine Bären nach Bayern locken, rät das Landesamt für Umwelt: keine Essensreste und keinen Müll in der Natur liegen lassen. Und sollte es doch zu einer Begegnung mit Meister Petz kommen, rät die Behörde: Respekt zeigen, Abstand halten, möglichst ruhig und gelassen bleiben. Und dann langsam den Rückzug antreten.

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Von
  • Katrin Bohlmann
  • Mario Kubina
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