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Das Einkaufen mit Karte oder Smartphone gehört in Supermärkten zum Alltag. In Bäckereien und Metzgereien zahlen dagegen viele Kunden nach wie vor mit Bargeld. Das hat gleich mehrere Gründe.

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Bäckereien und Metzgereien: Kaum bargeldloses Bezahlen

Das Einkaufen mit Karte oder Smartphone gehört in Supermärkten zum Alltag. In Bäckereien und Metzgereien zahlen viele Kunden dagegen nach wie vor mit Bargeld. Das hat gleich mehrere Gründe.

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Von
  • Rudolf Heinz
  • BR24 Redaktion

Bäckereien, Metzgereien und Kioske sind laut einer aktuellen Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov Schlusslicht beim bargeldlosen Bezahlen. Meist seien Mietkosten für Kartenlesegeräte oder Transaktionsgebühren die Gründe, sagt Alfred Schuller. Er ist Bäckermeister in Amberg und bietet seinen Kunden dennoch seit einem Jahr Kartenzahlung an. Besonders in Corona-Zeiten will er den Service des bargeldlosen, hygienischen Bezahlens ermöglichen.

Doch die Nachfrage ist gering. Derzeit nutzen in seiner Bäckerei täglich nur rund fünf Prozent der Kunden den Bezahlservice - und das, obwohl sie auch Kleinstbeträge mit Karte zahlen könnten. Einen Mindestbetrag gibt es nicht.

Zahlen mit Karte immer beliebter

Jeder dritte Einkauf im stationären Handel wird einer Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI zufolge mittlerweile per Karte bezahlt. Gemessen am Umsatz liege der Anteil bei 56 Prozent. Ein Grund ist laut EHI die Corona-Pandemie. Doch einige Branchen tun sich schwer, auf neue Bezahlsysteme umzustellen.

Eine Frage des Alters?

Wie eine Umfrage der Volks- und Raiffeisenbanken ergab, ist bargeldloses Bezahlen ein Generationenthema. Demnach stehen Menschen über 55 Jahren dem Bezahlen mit Karte oder Smartphone überdurchschnittlich skeptisch gegenüber. Bäcker Alfred Schuller aus Amberg glaubt, dass es in den nächsten Jahren gang und gäbe sein wird, auch in Bäckereien und Metzgereien bargeldlos zu bezahlen. Sich dagegen zu wehren, wäre seiner Meinung nach der falsche Schritt.

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