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Badeunfall am Königssee: Männer gerieten wohl in Wasserwalze | BR24

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Die Gumpe am Königsbachfall, die für zwei junge Männer aus Sachsen am Dienstag zur tödlichen Falle wurde.

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Badeunfall am Königssee: Männer gerieten wohl in Wasserwalze

Tragisches Ende eines Ausflugs zum Königssee: Zwei junge Männer sind in einer Gumpe am Königsbachfall ertrunken. Die Wasserwacht konnte sie nur noch tot bergen. Die Stelle am Königsseee ist berühmt für Selfies, aber sehr gefährlich.

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Tragisches Ende eines Ausflugs zum Königssee: Zwei junge Männer aus dem Raum Bautzen in Sachsen sind in einer Gumpe am Königsbachfall ertrunken. Sie konnten gestern Abend nach Angaben der Polizei nur noch tot geborgen werden. Der Wasserfall befindet sich am Ostufer, die mehrere Meter tiefe Gumpe hat sich nur ein paar Meter vom Ufer entfernt gebildet.

Wasserwalze aufgrund des Schmelzwassers

Die Ursache für das Unglück ist noch ungeklärt. Entweder konnten die 21-Jährigen durch die Strömung nicht mehr an den Rand des Gumpen kommen oder sie erlitten durch das wenige Grad kalte Wasser einen Herzstillstand.

Der Bach führt zurzeit viel Schmelzwasser aus den Bergen. Deshalb hat das Wasser eine unglaubliche Kraft. Wenn es in die Gumpe schießt, bildet sich eine Wasserwalze, die einen Menschen nach unten drücken kann.

Hinzu kommt derzeit der sogenannte Weißwassereffekt: Das Wasser ist sehr stark mit Sauerstoff gesättigt – dadurch bietet es kaum Auftrieb. Einmal in der Gumpe, kommt man nur sehr schwer heraus.

Freund alarmiert Rettungskräfte

Ein Freund der beiden musste das Unglück mit ansehen. Er alarmierte die Rettungskräfte. Bergwacht, Wasserretter, Feuerwehr und Polizei leisteten nach eigenen Angaben einen aufwendigen, aber letztlich erfolglosen Einsatz: Sie konnten lediglich die leblosen Körper aus dem Wasser bergen. Die Kriminalpolizei versucht nun, weitere Details des Unfalles aufzuklären.

Beliebter Platz für Selfies

Vom Königsbachfall aus bietet sich eine spektakuläre Sicht auf den Königssee. Daher hat sich die Gegend in jüngster Zeit zu einem touristischen Hotspot entwickelt. Viele Urlauber strömen dorthin, um Fotos zu schießen und diese dann in sozialen Netzwerken zu posten. Rettungsdienste und Nationalparkverwaltung warnen immer wieder davor, die alpinen Gefahren in dem Gebiet zu unterschätzen.

© BRK Berchtesgaden

Riskanter Rettungseinsatz

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Taucher bargen die Leichen der beiden Sachsen.